Die Federführung in der sportlichen Verantwortung bei Borussia Dortmund hat Hans-Joachim Watzke nach und nach aus der Hand gegeben, als Präsident des BVB prägt der Ur-Borusse seinen Herzensverein allerdings nach wie vor maßgeblich. Der Einfluss des 66-Jährigen geht allerdings über schwarzgelbe Belange hinaus: Watzke sitzt im Vorstand der UEFA und ist Aufsichtsratsvorsitzender der DFL. Die Worte, die Watzke nun wählte, dürften entsprechend Gehör finden.
BVB-Präsident Hans-Joachim Watzke hat sich dafür ausgesprochen, Klubs, die sich nicht an die Finanzvorgaben der Europäischen Fußball-Union (UEFA) halten, künftig mit empfindlicheren Strafen zu belegen. Finanzielle Sanktionen allein würden viele Klubs nicht von Regelverstößen abhalten.
"Es muss glasklare sportliche Sanktionen geben. Wegen einer Geldstrafe machen sich die entsprechenden Vereine eher nicht verrückt", sagte Watzke beim Neujahrsempfang der Deutschen Fußball Liga (DFL) in Frankfurt/Main: "Wir müssen zu einem automatischen Punktabzug kommen."
Laut UEFA-Reglement dürfen die Klubs maximal 70 Prozent ihres Umsatzes in die Mannschaft investieren. Für Watzke geht das nicht weit genug.
"Höher, schneller, weiter" muss enden
"Das ist der richtige Schritt der UEFA, das reicht aber noch nicht", so der Sauerländer, der Teil des UEFA-Exekutivkomitees ist: "Niemand kann mir erzählen, dass man ökonomisch erfolgreich arbeiten kann, wenn man 70 Prozent ins Personal steckt. Ich hoffe, da wird nachjustiert."
Die heimische Liga kann der finanziell deutlich überlegenen Konkurrenz Watzke zufolge als Vorbild dienen. Die Bundesliga könne "immer ein internationaler Vorreiter sein, wenn da weiter nachgeschärft wird, da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen".
Grundlegend sei allerdings, dass der Explosion von Ablösesummen und Co. im Fußball Einhalt geboten werde. Die Zeiten von "höher, schneller, weiter" müssten aufhören, so Watzke: "Ich bin ein Anhänger der Gehaltsobergrenze. Das muss aber auch juristisch Hand und Fuß haben. Wir müssen in die Richtung weiterdenken, das ist elementar wichtig."




























