Mit 26 Punkten ist Simon Ammann aktuell drittbester Schweizer im Skisprungweltcup, in Sapporo hängte die 44-jährige Legende Mitte Januar sogar die nationale Konkurrenz ab, als er mit Rang 23 sein zweitbestes Resultat der laufenden Saison erzielte. Der große Traum von der achten Teilnahme an Olympischen Spielen ist dennoch geplatzt.
Die Olympischen Winterspiele 2026 (06. Februar bis 22. Februar) in Mailand und Cortina d'Ampezzo finden ohne Simon Ammann statt. Die Ikone des Sports wurde nicht in den Kader der Schweizer berufen.
Der Schweizer Cheftrainer Bine Norcic vergab den letzten Startplatz stattdessen an den 19-jährigen Felix Trunz. Das verkündete der Schweizer Verband. Gregor Deschwanden und Sandro Hauswirth hatten sich die Teilnahme bereits gesichert.
Die Entscheidung für Strunz ist durchaus etwas überraschend. Bei der Skiflug-Weltmeisterschaft enttäuschten sowohl der Youngster als auch der Routinier im Einzelspringen. Ammann hatte dennoch leicht die Nase vorne. Trunz hingegen hinterließ den besseren Eindruck im Teamspringen, was wohl letztlich den Ausschlag gegeben haben dürfte.
Ammann feierte letzten Weltcupsieg 2014
Bitter für Ammann: Mit seiner achten Teilnahme hätte der Doppel-Olympiasieger der Spiele von Salt Lake City 2002 und Vancouver 2010 einen Rekord einstellen können. Acht Starts bei verschiedenen Olympischen Winterspielen können bislang nur Deutschlands Eisschnelllauf-Legende Claudia Pechstein und Japans "Flugsaurier" Noriaki Kasai für sich beanspruchen.
Neben seinen Olympia-Erfolgen gewann Ammann in seiner langen Karriere unter anderem 2009/10 den Gesamtweltcup, holte bei Weltmeisterschaften fünf Medaillen (2 Gold, 1 Silber, 2 Bronze) und landete im Rahmen von Weltcupeinzelspringen oder -fliegen 80 Mal auf dem Podium.
Seinen letzten Weltcupsieg schnappte sich der Eidgenosse am 29. November 2014 im finnischen Kuusamo von der Großschanze. Die Top 25 im Gesamtweltcup konnte Ammann letztmals in der Saison 2018/19 entern.
