Titelverteidiger Jannik Sinner ist ins Viertelfinale der Australian Open gestürmt. Vor dem Achtelfinal-Match erhielt der Tennis-Superstar jedoch eine Regelkunde vom Stuhlschiedsrichter.
Tennis-Star Jannik Sinner hätte beinahe die Regeln der Australian Open gebrochen. Der Top-Favorit trat beim Match gegen seinen italienischen Landsmann Luciano Darderi mit einem unerlaubten Fitness-Tracker am Arm an.
Kurz vor Beginn des Spiels wurde er dann vom Stuhlschiedsrichter Greg Allensworth angewiesen, das Armband abzunehmen. Sinner hatte versucht, das kleine Gerät mit seinem Schweißband zu verdecken.
Im Spielerfeld der Australian Open 2026 gibt es offenbar eine große Verwirrung um die Fitness Tracker der Marke Whoop. Denn von der International Tennis Federation (ITF) sind die Geräte eigentlich als zulässige "Player Analysis Technology" erlaubt.
Tennis Australia, Ausrichter der Australian Open, verbietet aber das Armband bei dem Grand-Slam-Turnier. Der Verband verweist auf andere Datenerfassungssysteme.
Mit dieser Regel wurden in diesem Jahr auch schon Carlos Alcaraz und Aryna Sabalenka konfrontiert. Beide mussten in Melbourne ihr Fitness-Armband ebenfalls ablegen.
Australian Open: Das will Sinner mit dem Fitnesstracker
Mit dem Tracker können Gesundheits- und Leistungsdaten auch während Matches erfasst und verfolgt werden.
Sinner gab nach der Partie an, nichts von dieser Regel gewusst zu haben. "Es gibt bestimmte Daten, die wir gerne während des Spiels erfassen würden", erklärte er. "Es geht dabei eher um die Daten, die man nach dem Match auswerten kann. Diese Daten möchten wir auch im Training nutzen. Herzfrequenz, Kalorienverbrauch… all diese Dinge."
Sinner setzte sich gegen Darderi dann auch ohne Armband souverän in drei Sätzen durch. Im Turnierverlauf hat er bislang insgesamt nur einen Satz abgegeben.
Der italienische Titelverteidiger quälte sich zu einem 4:6, 6:3, 6:4, 6:4. Der Weltranglistenzweite hatte bei Temperaturen von über 35 Grad augenscheinlich zu kämpfen.
Nachdem es am Anfang auch spielerisch überhaupt nicht gelaufen war, ließ er Mitte des dritten Satzes den Physio kommen und sich an den Unterschenkeln behandeln - doch es wurde zunächst noch schlimmer.
Er hatte danach mit Krämpfen am gesamten Körper zu kämpfen - immer wieder schüttelte Sinner mit verzweifelter Miene seine Arme und Beine aus. Seine Trainer riefen ihm hektisch Tipps zu. Wegen der extremen Hitze griff die offizielle "Heat Rule" des Veranstalters. Während auf den Außenplätzen vorerst gar nicht mehr gespielt werden durfte, musste in der Rod Laver Arena das Dach geschlossen werden. Die kurze Pause half Sinner. Nach intensiven 3:45 Stunden verwandelte er seinen Matchball gegen die Nummer 85 der Welt.






