Bei der 1:2-Pleite gegen den FC Augsburg gab Jonas Urbig im Tor des FC Bayern kein gutes Bild ab. TV-Experte Dietmar Hamann äußerte anschließend ein bitteres Urteil und monierte einen versäumten Transfer der Münchner.
Als Ersatz für Manuel Neuer sieht Dietmar Hamann Jonas Urbig in naher Zukunft nicht.
"Du brauchst einen robusten Torhüter, auf den du dich verlassen kannst", sagte er bei "Sky90" und führte weiter aus: "Vielleicht kann der Urbig das irgendwann, aber ich habe Bedenken, ob er das schon nächste Saison könnte. Auf der Bank wirst du kein besserer Torhüter, die Erfahrung kriegst du nur im Spiel."
Sollte Neuer seine Karriere beenden, würde Urbig wohl in die Rolle der Nummer eins schlüpfen. Der 22-Jährige hat aber nur wenig Spielpraxis. "Wie soll das gehen?", fragte sich Hamann und legte sich fest: "Ich glaube nicht, dass Urbig bei Bayern mal die Nummer eins werden kann."
Noch ist allerdings unklar, ob Neuer seine Karriere im Sommer beendet oder noch ein Jahr dranhängt.
Der Vertrag des 39-Jährigen läuft am Saisonende aus. Sollte der Routinier die Schuhe an den Nagel hängen, wäre das laut Hamann ein "richtiges Problem" für den FC Bayern.
Hamann: FC Bayern hätte Donnarumma holen sollen
Der Ex-Profi merkte an, dass die Münchner bereits im vergangenen Sommer hätten aktiv werden müssen.
"Ich hätte alles versucht, den Donnarumma zu holen. Sie haben für Upamecano 20 Millionen im Jahr hingelegt, sie haben für Musiala Unsummen ausgegeben und Verträge für utopische Summen verlängert, dann sollte das Geld für Donnarumma da sein", so der 52-Jährige.
Das Tor sei schließlich "die wichtigste Position. Die Champions League wirst du nur gewinnen, wenn du eine Granate im Tor hast. Mit Donnarumma hättest du fünf oder sechs Jahre Ruhe auf der Position", sagte Hamann.
Der italienische Schlussmann war im Sommer für 30 Millionen Euro von Paris Saint-Germain zu Manchester City gewechselt.
Gegen den FC Augsburg hatte Urbig Neuer im Tor des FC Bayern vertreten. Mit seinem Patzer, der zum Ausgleich des FCA führte, leitete der Youngster die Niederlage des deutschen Rekordmeisters ein.
Sportvorstand Max Eberl nahm den Keeper anschließend in Schutz: "Wenn du als Mannschaft ein Spiel verlierst, hängst du mit drin. Jonas weiß, dass er es da vielleicht besser machen kann. Das ist für mich nicht die Schuld von Jonas Urbig."




























