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"Für uns ist die Sache damit noch nicht beendet"

Skisprung-Drama um Prevc hat weitere Folgen

Domen Prevc verlor seinen Ski
Domen Prevc verlor seinen Ski
Foto: © IMAGO/Eibner-Pressefoto/Memmler
26. Januar 2026, 09:12
sport.de
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Es war der Schockmoment der Skiflug-Weltmeisterschaften 2026! Während sich der Norweger Marius Lindvik auf seinen Sprung im Rahmen des Teamspringens vorbereitete, segelten zwei Skier mutterseelenallein den Hang hinab. Was lustig klingt, birgt für die Beteiligten extreme Gefahren und führte zur Disqualifikation des slowenischen Einzelweltmeisters Domen Prevc, was seiner Mannschaft letztlich jede Hoffnung auf Edelmetall raubte. Der slowenische Verband SZS will die Sache so nun nicht stehen lassen.

Das Drama und Skisprung-Dominator Domen Prevc und seine "verlorenen Skier" zieht weitere Kreise. Der slowenische Verband kündigte nun an, beim Weltverband FIS Protest einlegen zu wollen.

"Was oben auf der Schanze passiert ist, ist nicht im Sinne des Skispringens. Es muss sich etwas ändern", mahnte SZS-Sportdirektor Gorazd Pogorelcnik im Gespräch mit "TV Slovenia".

Stein des Anstoßes ist, dass wohl ungeklärt ist, warum Prevc' Skier in den Sprunghang flogen. 

"Es gibt zwei Versionen. Laut der ersten lehnte Domen seine Ski an ein Zelt, wo sie wegrutschten. Später kam eine zweite hinzu. Einer der Vorspringer sah demnach einen freiwilligen Helfer, der sich mit einem Regenschirm umdrehte und die Ski berührte, die dann auf die Schanze rutschten", führte Pogorelcnik aus. Auch wenn der Sportler die Verantwortung für sein Material trägt, wäre Prevc in letzterem Fall eher Opfer des Geschehens.

"Für uns ist die Sache damit noch nicht beendet"

Da er durch den Unfall im ersten Durchgang nicht rechtzeitig sprungfähig war, konnte der Weltcupführende nicht mehr antreten, seinem Team fehlten dadurch viel zu viele Punkte. Ein erster Protest wurde mit 1:3 Stimmen abgelehnt, der slowenische Verband will sich damit aber nicht zufrieden geben. "Für uns ist die Sache damit noch nicht beendet", sagte Pogorelcnik.

Allerdings gab Pogorelcnik zu, dass ihm klar sei, dass die FIS das Ergebnis nachträglich nicht mehr ändern werde, das Ziel des Protests sei jedoch ein anderes: "Es sollte sich etwas ändern. Es sollte Kameras rund um das Kontrollzelt geben, um genau zu sehen, was vorgefallen ist, damit die Jury das Filmmaterial sehen kann", so Pogorelcnik.

Von der Jury angefordertes Videomaterial stand angeblich direkt nach dem Vorfall nicht zur Verfügung. "Wenn dies der Fall gewesen wäre, wäre die Entscheidung deutlich einfacher gewesen. So aber stand Aussage gegen Aussage", sagte Pogorelcnik.

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