Mit Edin Dzeko hat der FC Schalke 04 einen neuen Wandspieler verpflichtet. Was Sportvorstand Frank Baumann unter anderem beeindruckte: Dem neuen Stürmer-Star ging es in den Verhandlungen keineswegs ums Geld.
Edin Dzeko hat "Bock auf Schalke", das hat Sportvorstand Frank Baumann schon im ersten Transfergespräch direkt gespürt, wie er am Sonntag bei "Sky" betonte. Der 39-jährige Stürmer hatte selbst den Kontakt zu S04-Cheftrainer Miron Muslic aufgenommen, dann ging es mit Baumann schnell in die Verhandlungen.
"Ehrlicherweise hatte ich das noch nicht für bare Münze genommen", räumte Baumann, der in seiner aktiven Karriere selbst noch gegen den damaligen Wolfsburger gespielt hatte, ein. Doch dann ging alles ziemlich schnell.
Der Schalker Sportvorstand verriet nämlich, dass man sich mit dem Thema Gehalt nicht allzu lange aufgehalten habe: "Es war vom ersten Gespräch an klar, dass es Edin nicht ums Geld geht. Wir haben gesagt, dass unser Budget eingeschränkt ist. Das war gar kein Thema."

Dzeko kein Top-Verdiener beim FC Schalke 04
Baumann habe Dzeko frühzeitig signalisiert, "was wir zahlen können". Der Schalke-Boss führte aus: "Er ist kein Top-Verdiener, ist vom Grundgehalt mittendrin." Dafür erhält der Neuzugang im Aufstiegsfall einen Bonus, der "vielleicht größer ausfällt als bei anderen".
Auch auf die Frage, ob Dzekos Vertrag nach erfolgreichem Aufstieg automatisch verlängert wird, gab der 50-Jährige eine klare Antwort: "Nein. Wir haben uns erst einmal auf einen Vertrag bis zum Sommer geeinigt."
Miron Muslic begeistert - Flirt mit Simon Terodde
Begeistert über den Transfer zeigte sich am Sonntagmittag derweil wenig überraschend auch der Gelsenkirchener Cheftrainer Miron Muslic. "Er ist ein Superstar, ein Champion, der unbedingt zu Schalke wollte", so der Übungsleiter, der den Neuzugang gegen den 1. FC Kaiserslautern prompt in den Kader berief.
"Wir wollen ihn aufbauen, wir haben einen Plan. Diese Woche reicht es vielleicht für 15, dann 30 Minuten. Wir gehen das step by step an", gab Muslic einen Einblick.
Dass der S04-Coach schon länger auf der Suche nach einem waschechten Mittelstürmer war, darüber machte er am "Sky"-Tisch vor dem Anpfiff keinerlei Hehl. Mit dabei nämlich auch Ex-Torjäger Simon Terodde, der einst auf Schalke stürmte und inzwischen als TV-Experte arbeitet.
"Wir sind die einzige Mannschaft in der 2. Bundesliga, die keinen klassischen Targetspieler hat - à la Simon Terodde", so Muslic: "Klassisch, oldschool, Arsch raus - das hat uns gefehlt. Edin hat diese Abschlussqualität." Und der Schalker Coach stellte lachend mit Blick auf eine mögliche Doppelspitze aus Dzeko und Terodde klar: "Ich hatte Simon auf dem Zettel." Auch Terodde flachste über eine mögliche Rückkehr zu Königsblau - immerhin ist er zwei Jahre jünger als der S04-Neuzugang.
Wie Frank Baumann derweil bestätigte, wird Schalke 04 nach dem nahenden Abschied von Stürmer Moussa Sylla noch einmal auf dem Transfermarkt tätig werden.

























