Die Boston Bruins haben im heimischen TD Garden Moral bewiesen und die Montreal Canadiens trotz drei Rückständen mit 4:3 bezwungen. Ein Doppelschlag binnen weniger Sekunden zog den Kanadiern im Schlussdrittel den Zahn.
"Das ist ein großartiger Sieg, der Charakter zeigt", jubelte Jeremy Swayman, der 22 Schüsse abwehren konnte: "Die Art und Weise, wie wir zurückgekommen sind und im dritten Drittel, als es darauf ankam, wieder Leben in die Partie gebracht haben, ist für unsere Mannschaft wirklich wichtig. Deshalb sind wir mit diesem Sieg sehr zufrieden."
Alle drei Tore der Canadiens gingen auf das Konto von Cole Caufield, der sein Team jeweils in Führung brachte (7., 28. und 34. Minute). Fanden die Bruins durch Viktor Arvidsson (22.) und Morgan Geekie (30.) im Powerplay zunächst recht schnelle Antworten, hatte das 3:2 der Gäste bis tief in das Schlussdrittel hinein Bestand.
Doch dort nahm das Unheil für Montreal seinen Lauf: Erst glich Fraser Minten mit einem sehenswerten Backhander aus, dann handelte sich Alexandre Carrier nur acht Sekunden später eine vermeidbare Zwei-Minuten-Strafe wegen Haltens ein. Boston brauchte gerade einmal vier Sekunden, um die Überzahl auch in den umjubelten 4:3-Führungstreffer umzumünzen.
Bruins reicht "solide Leistung" im Schlussdrittel
Es dauerte jedoch etwas, bis die Zuschauer im TD Garden jubeln konnten. Beim Fernschuss von Doppelpacker Geekie sah Canadiens-Goalie Samuel Montembeault nicht gut aus, das Spielgerät blieb so im Kasten stecken, dass Spieler, Schiedsrichter und Fans zunächst dachten, der Schuss habe sein Ziel verfehlt. Erst nach Protesten der Bruins wurde der Puck im Netz der Gäste gefunden.
"Wir haben in der letzten Zeit gegen einige gute Teams gespielt, aber heute sind wir nicht sehr stark aufgetreten", ordnete der Torschütze zum 4:3 den Sieg ein: "Aber dass wir im dritten Drittel zurückkommen, eine solide Leistung zeigen und am Ende zwei Punkte holen konnten, ist alles, was zählt."
Bei den Canadiens war die Enttäuschung hingegen riesig. "Das fühlt sich überhaupt nicht gut an", betonte Caufield. Auch Teamkollege Jake Evans war verärgert: "Wir haben unsere Spielzüge nicht umgesetzt, keine Pucks ins Tor gebracht und das Penalty Killing hat heute Abend versagt. Wenn man drei Penalty-Killing-Tore kassiert, verliert man wahrscheinlich."
NHL: Die Spiele des Tages
| Heim | Auswärts | Ergebnis |
|---|---|---|
| New York Islanders | Buffalo Sabres | 0:5 |
| Nashville Predators | Utah Mammoth | 2:5 |
| Winnipeg Jets | Detroit Red Wings | 1:5 |
| Columbus Blue Jackets | Tampa Bay Lightning | 8:5 |
| Ottawa Senators | Carolina Hurricanes | 1:4 |
| Boston Bruins | Montreal Canadiens | 4:3 |
| St. Louis Blues | Los Angeles Kings | 4:5 n.P. |
| Minnesota Wild | Florida Panthers | 3:4 OT |
| Edmonton Oilers | Washington Capitals | 6:5 OT |




































