Im Heimspiel des FC Bayern (1:2) gegen den FC Augsburg durften die Fans nach abgesessener Sperre im Champions-League-Spiel gegen Royale Union Saint-Gilloise wieder auf ihre Südkurve. Einige Anhänger übten bei ihrer Rückkehr prompt Kritik an den Münchner Vereinsbossen.
Der Zoff einiger Fans mit den Verantwortlichen des FC Bayern geht in die nächste Runde. Beim Bundesliga-Spiel gegen den FC Augsburg brachten Anhänger mit mehreren Bannern ihren Ärger zum Ausdruck.
Auf drei Spruchbändern, die in der zweiten Halbzeit ausgerollt wurden, hieß es: "4.800 Fans von der UEFA verbannt. Die anderen 4.536 hattet ihr in der Hand. FCB: Fannähe sieht anders aus!"
Der Hintergrund: Die UEFA hatte den Unterrang der Südkurve der Allianz Arena unter der Woche in der Champions League gegen Royale Union Saint-Gilloise (2:0) wegen wiederholter Pyro-Vergehen gesperrt. Die Bayern-Fans hatten den Unmut der UEFA im Dezember bei der Königsklassen-Partie gegen Sporting (3:1) mit einer Pyro-Show auf sich gezogen, sodass für die folgende Partie die Blöcke 111 bis 114 gesperrt wurden. Zudem gab es eine Geldstrafe in Höhe von 50.000 Euro.
FC Bayern sperrt mehr Fans als gefordert
Doch der Bundesliga-Tabellenführer strich darüber hinaus auch die Tickets für die Blöcke 109 und 110 sowie von 115 bis 117.
"Da bei Heimspielen des FC Bayern im Unterrang der Südkurve keine blockweise Ticketvergabe erfolgt und alle 9.336 Tickets für die Blöcke 109 bis 117 gültig sind, ist es dem Club technisch nicht möglich, ausschließlich die 4.800 Tickets für die Blöcke 111 bis 114 gezielt zu stornieren", lautete die Erklärung des FC Bayern damals.
Bayern Münchens Vorstandsvorsitzender Jan-Christian Dreesen war bereits nach der Partie gegen Sporting auf Konfrontationskurs mit den eigenen Fans gegangen. Er habe Sorge gehabt, "dass womöglich das Spiel abgebrochen wird wegen der Sicht", so Dreesen damals: "Es ist einfach nicht zu akzeptieren. Klar ist, was die Sanktion der UEFA sein wird. Es wird einen Teilausschluss der Fans in der Südkurve geben."
Gegen Saint-Gilloise waren einige der ausgeperrten Bayern-Fans letztlich dennoch ins Stadion gelangt. Vom Oberrang aus zeigten sie Banner, auf denen unter anderem zu lesen war: "Gegen Kollektivstrafen - für eine lebendige Fankultur."


























