Erst mühsam, dann gnadenlos: RB Leipzig hat sich von der Klatsche gegen Bayern München offenbar gut erholt und sich mit einem souveränen Sieg zurückgemeldet. Die Sachsen gewannen nach anfänglichen Schwierigkeiten verdient mit 3:0 (0:0) beim 1. FC Heidenheim und machten damit im Rennen um den zweiten Tabellenplatz Druck.
Die Mannschaft von Trainer Ole Werner, die am vergangenen Wochenende ein 1:5 gegen den Rekordmeister aus München kassiert hatte, offenbarte zunächst erneut Schwächen in der Offensive. Doch Ridle Baku (62.), Antonio Nusa (68.) und Nationalspieler David Raum (70.) knackten die Heidenheimer Abwehr. Der FCH hielt lange gut mit, brach dann aber ein und bleibt auf einem direkten Abstiegsplatz.
Dabei hätte RB ganz früh in Führung gehen können: Der Schuss von Nusa (4.) flog jedoch an den Pfosten. Dann traf Christoph Baumgartner (5.) - allerdings stand er im Abseits.
Nach diesen beiden Gelegenheiten fand Heidenheim besser in die Partie und zu mehr Kontrolle gegen die Angriffe der Gäste. Arijon Ibrahimovic (13.) vergab die bis dahin beste Chance, als er an Leipzigs Torhüter Peter Gulacsi scheiterte. Wenig später war der Ungar auch gegen Patrick Mainka zur Stelle (20.).
Heidenheim wehrte sich nach Kräften. In der Defensive stand das Team von Trainer Frank Schmidt sehr aufmerksam, nach vorne setzte es immer wieder Nadelstiche. Nur Sekunden nach Wiederanpfiff verzog Ibrahimovic knapp (46.), Werner war da gerade noch auf dem Weg zu seinem Platz an der Seitenlinie.
Baku sorgt für die Erlösung, auch Raum trifft
Das unkontrollierte Hin und Her dürfte dem RB-Coach wenig gefallen haben, Leipzigs Spiel hatte sehr wenig Struktur. Die sehr schnellen Nusa und Yan Diomande versuchten es immer wieder mit Einzelaktionen, kamen aber kaum durch. Wie zuvor Baumgartner gelang auch Diomande ein Abseitstor (50.).
Doch dann sorgte Baku für die Erlösung, als er sich auf der rechten Seite durchsetzte und den Ball sehenswert versenkte. Der FCH hatte sich noch nicht gesammelt, da schlugen Nusa und Raum bereits wieder zu und erhöhten für den Favoriten.
Nach 13 Monaten Verletzungspause feierte Benjamin Henrichs sein Comeback. Der Nationalspieler der Leipziger wurde in der 90. Minute eingewechselt. Ende 2024 hatte sich Henrichs die Achillessehne gerissen.

























