Wenn Borussia Dortmund am Samstag (15:30 Uhr) im Rahmen der deutschen Fußball-Bundesliga beim VfL Wolfsburg gastiert, wird wohl vor allem mit Spannung darauf geschaut, wie Trainer Niko Kovac den BVB in der Defensive aufstellt. Auf der Pressekonferenz im Vorfeld der Partie deutete der Coach sogar an, dass selbst eine Überraschung nicht auszuschließen ist.
Dass der FC Chelsea den an den BVB verliehenen Aaron Anselmino auf der Zielgeraden des Wintertransferfensters überraschend, wenn auch vertragskonform, zurück nach London beorderte, stellte die Dortmunder vor unerwartete Herausforderungen. Passender Ersatz ließ sich so schnell nicht aus dem Hut zaubern, dass sich Talent Filippo Mane, das die Lücke schließen sollte, schwerer verletzte, kam erschwerend hinzu. Trainer Niko Kovac sieht dennoch kein Versäumnis und überschaubare Probleme.
Auf der Spieltags-Pressekonferenz am Donnerstag bestätigte Kovac, dass Manes Verletzung eine schlimmere ist, er einen Ausfall von vier bis sechs Wochen erwartet und zudem mit Kapitän Emre Can ein weiterer Defensiv-Spezialist in Wolfsburg nicht zur Verfügung stehen wird.
Bei den Niedersachsen stehen den Schwarzgelben mit Nico Schlotterbeck, Niklas Süle, Waldemar Anton und Ramy Bensebaini somit nur vier Innenverteidiger für die Dreierkette zur Verfügung, viel darf also nicht mehr passieren. Kovac betonte dennoch, dass es richtig war, im Winter nicht auf Biegen und Brechen nachzurüsten.
Darum legte der BVB auf dem Transfermarkt nicht nach
"Welcher Klub gibt im Winter einen Stammspieler ab?", fragte Kovac und ergänzte: "Die Jungs, die jetzt frei wären, können uns in der Kürze der Zeit nicht helfen, weil sie brauchen würden, um körperlich auf das Niveau zu kommen, welches wir als Maßstab nehmen und müssten erst einmal die ganzen Abläufe kennenlernen. Das bedarf Zeit. Die Zeit haben wir nicht."
Stattdessen werde man "sicherlich den ein oder anderen jungen Spieler hochziehen". Konkret durften sich Mathis Albert, Inacio Samuele und Luca Reggiani bereits im Profitraining beweisen. Auf Nachfrage schloss Kovac nicht aus, dass Innenverteidiger Luca Reggiani gegen die Wölfe eine Chance bekommen könnte. Zwar sei es eigentlich zu früh, auf den Youngster zu setzen, wenn es die Personallage aber erfordere, dann werde man es tun, so Kovac. Schließlich seien die Talente Nationalspieler und "nicht umsonst beim BVB".
"Als Trainer musst du flexibel sein, als Trainer musst du kreativ sein", fasste Kovac zusammen.



























