Der Transfer von Edin Dzeko weckt bei den meisten Anhängern des FC Schalke 04 Euphorie. Ex-Trainer Peter Neururer sieht den Coup aber kritisch.
"Ich dachte erst an so etwas wie Versteckte Kamera. Ich dachte, das kann nicht wahr sein", sagte Neururer in seiner Funktion als "Sport1"-Experte.
Dass der FC Schalke 04 einen 39 Jahre alten Spieler holt, passte eigentlich nicht zur Philosophie des Tabellenführers der 2. Bundesliga.
"Die Entwicklung geht bei Schalke ja eigentlich dahin, dass man Jungs eine Chance gibt, die aus der U19 oder der U23 kommen. Hier gibt es eine gute Entwicklung", hob Neururer hervor und äußerte Bedenken: "Es ist etwas weg von der Linie, einen bald 40-Jährigen zu holen. Das passt nicht in die Gesamtphilosophie."
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Als direkte Verstärkung könne Dzeko sicher hilfreich sein. "Vielleicht setzen sie jetzt alles auf Aufstieg. Dzeko ist ein Mann, der Tore garantiert", so Neururer, der einschränkte: "Wenn Schalke jetzt aber wirklich voll auf Aufstieg geht, muss man auch das Spielsystem ändern."
Sollte Schalke tatsächlich aufsteigen, sei ein weiteres Engagement von Dzeko bedenklich. "Aber was ist danach? Die Bundesliga mit Dzeko halte ich für ein Problem. Vor allem für die Entwicklung einer Mannschaft", urteilte Neururer.
Wie die "WAZ" erfahren haben will, soll der Bosnier auf Schalke einen Vertrag bis zum Sommer mit Option auf eine weitere Spielzeit in Gelsenkirchen erhalten haben.
Dzeko besteht Medizincheck beim FC Schalke 04
Am Donnerstagmittag bestätigte der FC Schalke 04 den Transfer von Edin Dzeko.
"Edin hat uns nach der ersten Kontaktaufnahme sehr schnell und klar kommuniziert, dass er richtig Lust auf Schalke hat. Mit ihm verpflichten wir einen Angreifer, der in seiner Karriere auf dem höchsten Niveau gespielt hat", sagte Youri Mulder, Direktor Profifußball, in einer Mitteilung.































