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Was bisher geschah

Spannung garantiert bei Seahawks vs. Rams

Die Rams und die Seahawks schenken sich nichts
Die Rams und die Seahawks schenken sich nichts
Foto: © IMAGO/Kevin Ng
24. Januar 2026, 09:08
sport.de
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Das NFC Championship Game steht vor der Tür und bringt den NFL-Fans eine Partie, die es in dieser Saison bereits zwei Mal zu bestaunen gab. Die Seattle Seahawks empfangen die Los Angeles Rams im heimischen Lumen Field. Und eines versprechen die bisherigen Duelle der Teams in jedem Fall: Spannung pur!

Zwar sind die Seahawks auf dem Papier und bei den Buchmachern der leichte Favorit, allerdings könnte die Partie basierend auf den beiden vorangegangenen Matchups kaum ausgeglichener sein. In den beiden Spielen der Regular Season trennte die Teams in Summe ein Zähler (58:57 für Rams) und ein einziges Yard (Rams 830 Yards, Seahawks 829)!

sport.de wirft einen Blick zurück auf die beiden spannenden Duelle der Seahawks und Rams

Seahawks-Defense rettet Darnold nur fast

In Woche 11 der Regular Season kam es zum ersten Duell der beiden Rivalen. Und die Partie entwickelte sich schnell zu einem Spiel mit sehr ungewöhnlichem Verlauf.

Nachdem die Rams zunächst über das Feld marschiert waren, scheiterten sie mit einem vierten Versuch kurz vor der Endzone. Der Ball ging an die Seahawks, doch Sam Darnold warf mit dem dritten Play eine Interception. Die Folge: ein extrem kurzes Feld für die Rams-Offense, die daraus Kapital schlug.

Das Momentum blieb aufseiten der Heimmannschaft aus Los Angeles, denn die Defense hielt den Gegner bei einem Field Goal. Im Anschluss zimmerten Matt Stafford und Co. einen blitzsauberen 84-Yard-Drive zusammen. Spoiler: Es sollte ihr letzter in dieser Partie sein. Die Rams-Defense allerdings hielt den Gegner weiterhin in Schach, sodass die Seahawks bis zur Pause nur zwei weitere Field Goals folgen ließen.

Nach der Pause bekamen die Seahawks den Ball, doch erneut gab ihn Sam Darnold schnell wieder her. Seine zweite Interception wurde nur deshalb nicht bestraft, weil die Rams selbst den Ball per Fumble verloren.

Im weiteren Verlauf der zweiten Halbzeit wurde das Spiel von der Seahawks-Defense beherrscht, die die Rams nach dem Fumble in fünf von sechs Drives zum Punt zwang.

Das Problem: Sam Darnold leistete sich zum Ende des dritten Quarters und zum Start des letzten Quarters seine Interceptions drei und vier. Und weil die Rams eine der Interception und das kurze Feld im Anschluss zum Touchdown nutzten, schien das Spiel entschieden.

2:23 Minuten vor dem Ende kamen die Seahawks allerdings nochmal heran. Nach einem langen Drive lief Kenneth Walker den Ball über die Linie. Und weil die Defense erneut hielt, bekamen die Seahawks sogar nochmal den Ball. Mit auslaufender Uhr hatte Jason Myers, der zuvor vier Mal per Field Goal erfolgreich war, die Chance aus 61 Yards den Sieg einzutüten, sein Kick ging jedoch weit daneben und die Rams feierten einen Heimsieg.

Irres Overtime-Drama vor Weihnachten

Einen noch viel spektakuläreren Spielfilm bot das zweite Duell der beiden Teams in Woche 16. 

Erneut startete das Duell mit einem fehlgeschlagenen vierten Versuch der Los Angeles Rams. Dieses Mal wussten die Seahawks daraus Kapital zu schlagen und kamen durch Zach Charbonnet zum ersten Touchdown der Partie.

Große Sicherheit gab das den Seahawks aber vorerst nicht. Vielmehr waren es die Rams, die deutlich leichter das Feld rauf und runter marschierten. Drei Scores in Serie gelangen den Gästen vor der Pause. Das Problem: Zwei Mal fanden Matthew Stafford und Co. in der Red Zone nicht den richtigen Weg und mussten sich mit einem Field Goal begnügen. Kurz vor der Halbzeit erzielte Terrance Ferguson dann aber doch den ersten Touchdown für LA.

Nach der Pause setzte Kenneth Walker für die Seahawks zwar ein weiteres Ausrufezeichen, das Momentum war jedoch aufseiten der Rams, die per Field Goal und Touchdown nachlegten. Als Puka Nacua zum Start des vierten Quarters dann einen weiteren Besuch in der Endzone nachlegte, schien das die Entscheidung zu sein - Spielstand: 30:14. Allerdings war es die Einladung zu einer wilden Aufholjagd der Seahawks.

Es war einmal mehr Rashid Shaheed vorbehalten, das Momentum auf die Seite seines Teams zu ziehen. Der Wide Receiver stellte per Punt-Return-Touchdown den Anschluss her, zudem gelang die Two-Point Conversion, mit der man den Rückstand auf nur noch acht Punkte verkürzte. 

Die Seattle-Defense hielt im Anschluss ein weiteres Mal dicht und so kamen die Seahawks tatsächlich nochmal an den Ball. Mit einem Pass über 26 Yards fand Darnold Barner für den Touchdown, doch für einen Ausgleich musste die nächste Two-Point Conversion auch funktionieren.

Darnold versuchte einen Screen auf Charbonnet, der Ball wurde abgefälscht und rollte durch die Arme eines Rams-Spielers in die Endzone, wo Charbonnet ihn aufnahm. Zunächst wurde auf Incompletion entschieden. Nach Ansicht der Bilder korrigierten die Referees allerdings ihre Entscheidung. Weil der Pass von Darnold nach hinten ging, werteten es die Schiris als Lateral, den die Seahawks in der Endzone eroberten. Eine Entscheidung, die die Gemüter erhitzte.

Allerdings hätten die Rams die Gemüter insofern abkühlen können, als dass Kicker Harrison Mevis aus 48 Yard die Möglichkeit hatte, das Spiel für LA zu entscheiden. Er verfehlte und die Partie ging in die Verlängerung. 

Hier gaben sich beide Offensiv-Reihen keine Blöße! Die Rams legten mit einem tiefen Touchdown auf Puka Nacua vor, die Seahawks konterten mit einem langen und erfolgreichen Drive. Seahawks-Coach Mike Macdonald tat dann das einzig richtige: Er ging auf Sieg! Die Seahawks versuchten die Two-Point Conversion und waren ein drittes Mal erfolgreich!

Mit dem Sieg stießen die Seahawks seinerzeit die Rams vom Thron in der NFC West und gaben diesen im Anschluss auch nicht mehr her. 

Video: McVay erwartet "emotionales" NFC-Finale

Eine Vorhersage fällt schwer

Doch was verraten uns diese beiden Spiele für das NFC Championship Game am Wochenende (Mo., 0:30 Uhr live bei RTL)?

Im Prinzip vor allem eines: Es wird auf alle drei Mannschaftsteile ankommen. Über die Seahawks-Defense, die zuletzt in zwei Spielen gegen die 49ers nur neun Punkte zugelassen hat, wurde viel gesprochen. Über die Rams-Offensive mit einem vermeintlichen MVP in Matthew Stafford ebenfalls. Doch natürlich sind die Augen auch auf Sam Darnold, Jaxon Smith-Njigba oder der Rams-Defense.

Und ebenso klar ist: Solch enge Spiele werden immer wieder auch durch die Special Teams entschieden. Hätte Rashid Shaheed in Woche 16 nicht per Punt-Return-Touchdown das Momentum auf die Seite der Seahawks gebracht, wäre das Narrativ sicher ein anderes, ebenso bei einem erfolgreichen Field Goal der Rams. Dann würde das NFC Championship Game womöglich in Los Angeles stattfinden oder vielleicht ganz woanders.

Eines ist jedoch sicher: Die NFL-Fans dürfen eine hochspannende Partie erwarten.

Denver Broncos
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21:00
So, 25.01.
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Mo, 26.01.
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