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"Ab sofort liegt Gold, Silber und Bronze in der Luft"

Skispringer Hoffmann: "Anspannung ist spürbar"

Für Felix Hoffmann stehen wegweisende Wochen an
Für Felix Hoffmann stehen wegweisende Wochen an
Foto: © IMAGO/Ulrich Wagner
20. Januar 2026, 18:27

Felix Hoffmann musste im Weltcup zuletzt krankheitsbedingt passen, in seiner Kolumne für sport.de blickt der DSV-Skispringer nun aber wieder nach vorne.

Die Pause von zwei Wochen hat mir gutgetan und ich bin wieder genesen, nachdem mich nach der Vierschanzentournee die Grippeviren geplagt hatten. Die Weltcups in Zakopane und Sapporo konnte ich daher nur als Fernsehzuschauer erleben, natürlich Daumen drückend für meine Mannschaftskameraden.

Aber nun bin ich fit und die ersten Trainings haben bereits stattgefunden, um den Sprungrhythmus wieder aufzubauen.

In großen Schritten geht es nun auf die Saisonhöhepunkte zu; zunächst folgen am nächsten Wochenende die Skiflugweltmeisterschaften in Oberstdorf auf der den Deutschen wohlbekannten Heini-Klopfer-Schanze am schönen Freibergsee in einem der Oberstdorfer Täler und dann, ja dann, kommen die Olympischen Spiele in Italien mit den Wettbewerben auf den Schanzen von Predazzo.

Es liegt also ab sofort Gold, Silber, Bronze in der Luft und wir Deutschen werden versuchen, ein Wort bei der Medaillenvergabe mitzureden.

Skifliegen ist etwas anderes als Skispringen; wir Springer haben schon eine gewisse Aufregung und gesunden Respekt, wenn es auf Weiten über 200 Meter geht. Ich erinnere mich an meine ersten Erlebnisse als ich quasi als Vorspringer abgelassen wurde, an meinen ersten Flug über 200 Meter auf der besagten Schanze in Oberstdorf und an meinen persönlichen Rekord in Planica, den ich mit 235 Metern ausweise. Fliegen im Tal der Schanzen: eine Erfahrung, die süchtig macht und die davon lebt, den Druck in der Luft aufzunehmen, am Hang entlangzugleiten und die Flugkurve so lang wie nur möglich zu ziehen.

In dieser Saison werden es nach all den anstrengenden Weltcupwochen auch die ersten Skiflüge sein, die das Starterfeld angeht und sogleich geht es um Edelmetall und Weltmeistertitel; dies ist dann tatsächlich noch ein wenig aufregender und die Anspannung im Team und bei den Trainern ist spürbar.

Mittwochs werden wir unser Mannschaftshotel in Fischen beziehen, ein vertrautes Quartier für den deutschen Skiverband, dann folgend Trainings für die Nationen, um am kommenden Wochenende innerhalb zweier Wettkampftage mit insgesamt vier Springen den Weltmeister aus unserer Mitte zu küren.

Die Wetterprognosen sind sehr zuversichtlich und die Wahrscheinlichkeit, dass die Weltmeisterschaft unter blauem Himmel und bei Sonnenschein stattfinden wird, ist wohl sehr hoch. Wir hoffen daher auch auf viele einheimische Fans, die mit ihren Anfeuerungen dafür sorgen werden, dass uns der eine oder andere Meter mehr gelingt.

Es ist also angerichtet- das deutsche Team und ich, wir freuen uns auf die Wettkämpfe in der Heimat und glauben, dass es spannende Springen in einer landschaftlich einmaligen Atmosphäre geben wird.

Herzliche Grüße

Felix Hoffmann

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