Bei Formel-1-Rennstall Mercedes steht eine weitere personelle Veränderung an: John Owen, bislang Director of Car Design, wird offenbar seinen Posten abgeben und das Team im Verlauf des Jahres 2026 verlassen.
Darüber berichtet das Portal "The Race".
Für Mercedes ist das ein bedeutender Einschnitt. Denn: Owen gehört seit fast zwei Jahrzehnten zum Kern der Führungsetage.
Bereits 2007 stieß der Brite zum damaligen Honda-Team. In unterschiedlichen Funktionen – unter anderem als Chefdesigner – war er maßgeblich an der Entwicklung zahlreicher Formel-1-Boliden der Silberpfeile beteiligt.
Das 2026er-Auto ist das bereits das 17., an dessen Konzeption Owen für Mercedes federführend mitgewirkt hat.
Im Zuge einer Neuausrichtung der Führungsetage hatte Owen Anfang 2023 die Rolle des Director of Car Design übernommen. Ziel war es, Entwicklungsprozesse zu verschlanken und klarere Verantwortlichkeiten zu schaffen – auch als Reaktion auf die Budgetobergrenze und die wachsende Komplexität der Regularien.
Dabei arbeitete Owen eng mit Technikchef James Allison sowie dessen Stellvertreter Simone Resta zusammen.
Formel 1: Owen-Nachfolge bei Mercedes bereits geregelt
Bis etwa zur Jahresmitte soll Owen dem Team nun noch erhalten bleiben, heißt es, um einen geordneten Übergang sicherzustellen. Anschließend plant der Ingenieur zunächst eine berufliche Auszeit.
Die Nachfolge ist bereits geregelt: Giacomo Tortora, bislang Engineering Director mit Verantwortung für das Designbüro, rückt zum neuen Director of Car Design auf.
Er wird künftig direkt an Resta berichten und die Verantwortung für die Fahrzeugentwicklung übernehmen.
Der Abschied Owens ist ein weiteres Signal für den anhaltenden Wandel bei Mercedes. Nach der dominanten Phase der Hybrid-Ära arbeitet das Team weiter daran, seine Strukturen zu optimieren – mit dem klaren Anspruch, wieder dauerhaft um Siege und Titel in der Formel 1 kämpfen zu können.



