Dem deutschen Skirennfahrer Alexander Schmid droht das bittere Aus für die Olympischen Winterspiele. Der Riesenslalom-Spezialist brach sich in der Vorwoche bei einem unterklassigen Rennen den Knöchel. Eine Verletzung zur absoluten Unzeit, die seine Olympia-Träume ins Wanken bringt.
Der 31 Jahre alte Allgäuer bestätigte die Diagnose im Gespräch mit der "Deutschen Presse-Agentur" am Rande der Olympia-Einkleidung in München.
Mit einer Schiene am rechten Sprunggelenk und auf Krücken gestützt nahm Schmid dort seine Ausrüstung für die im Februar anstehenden Winterspiele entgegen. Die 25. Winterspiele finden vom 6. bis 22. Februar in Mailand und Cortina d’Ampezzo statt.
Ob Schmid seine Olympia-Kleidung tatsächlich vor Ort in Norditalien tragen wird, ist nach derzeitigem Stand noch völlig unklar. Wie groß die Hoffnung auf eine Teilnahme bei den alpinen Skirennen ist, dazu wollte er sich nicht äußern.
Dabei hatte Schmid sportlich in der Weltcup-Saison 2025/2026 längst geliefert. Neben Fabian Gratz im Riesenslalom, Slalom-Ass Linus Straßer und Abfahrer Simon Jocher erfüllte auch der Oberstdorfer die Norm des Deutschen Olympischen Sportbundes.
Schmid holte in Peking Olympia-Silber
Schmid zählt seit Jahren zu den festen Größen im deutschen Team: 2023 krönte er sich zum Parallel-Weltmeister, zudem sammelte er bereits bei den Winterspielen 2018 und 2022 Olympia-Erfahrung. In Peking gewann er vor vier Jahren im Team-Parallel-Event die Silbermedaille.
Umso bitterer ist jetzt der Zeitpunkt sener Verletzung. Noch vor wenigen Tagen stand Schmid beim Weltcup-Riesenslalom in Adelboden am Start, schied dort jedoch im zweiten Durchgang aus.
Auf der Suche nach Rennpraxis absolvierte er anschließend FIS-Rennen im Südtiroler Gsies. Dort kam es zum folgenschweren Moment: Bei einem Slalom fädelte Schmid ein und verletzte sich dabei am rechten Sprunggelenk. Nun bleibt dem Routinier nur das Hoffen und die bange Frage, ob sich sein Knöchel rechtzeitig erholt.




