2026 stellt aufgrund des runderneuerten Regelwerks eine Zäsur für die Formel 1 dar. Der frühere Weltmeister Damon Hill glaubt: Es könnte Entwicklungen in der Motorsport-Königsklasse geben, mit denen jetzt noch niemand rechnet.
"Ich glaube schon, dass wir eine gewaltige Überraschung erleben könnten", sagte der 65-Jährige bei "Talksport".
Hill hat schon ein Team im Auge, das für eine solche sorgen könnte: Aston Martin, 2025 nur Siebter in der Formel-1-Konstrukteurswertung.
Gelingt den Briten gar ein Angriff auf die WM-Krone, wie in der Saison 2009 dem Team des früheren Ferrari-Funktionärs Ross Brawn mit Fahrer-Legende Jenson Button? Möglich, meint Hill. "Sie haben damals alle überrascht, weil sie die Regeln besser verstanden haben als andere", sagte der Brite.
Ihm zufolge darf Aston Martin vor allem wegen eines Mannes vom großen Wurf träumen: Neu-Teamchef und Design-Guru Adrian Newey.
Er sei "der Meister, wenn es darum geht, die Regeln zu durchschauen", lobte Hill. "Er arbeitet seit ungefähr 18 Monaten an diesem Projekt. Deshalb erwarte ich schon fast, dass er bei Aston Martin seinen Zauberstab schwingen wird. Es könnte passieren."
Formel 1: Titel-Flut dank Adrian Newey
Tatsächlich ist Neweys Mitarbeit in der Formel 1 eigentlich ein Titelgarant: 14 Triumphe in der Fahrer-WM sowie zwölf Konstrukteurstitel fuhren seine Teams in der Historie der Rennserie ein.
2024 kehrte der 67-Jährige seinem langjährigen Arbeitgeber Red Bull den Rücken, 2025 heuerte er bei Aston Martin an. Dort wurde er im November als Nachfolger von Andy Cowell auch noch zum Teamchef befördert.
"In den vergangenen neun Monaten habe ich großartige individuelle Talente in unserem Team gesehen", sagte Newey damals. "Ich freue mich darauf, diese zusätzliche Aufgabe zu übernehmen, während wir uns in die bestmögliche Position für 2026 bringen."
Wegen der neuen Regeln sowie des Motoren-Wechsels von Mercedes zu Honda steht Aston Martin in der Formel 1 "vor einer völlig neuen Situation", betonte Newey zudem.


