Borussia Dortmund bangt um den Verbleib von Abwehrchef Nico Schlotterbeck. Sein früherer BVB-Teamkollege Mats Hummels meint zu wissen, was der 26 Jahre alte Nationalspieler für seine Zukunft will.
"Ich kenne seine Überlegungen sehr gut", sagte Hummels am Rande des Legend Cups am Sonntag in München. "Schlotti ist für mich schon einer der besten Innenverteidiger, die es gibt. Er hat die Qualität, bei allen Vereinen der Welt zu spielen."
Schlotterbecks Vertrag beim BVB läuft 2027 aus. Der BVB möchte unbedingt mit dem früheren Freiburger verlängern. "Und ich weiß, wie sehr er den BVB liebt", sagte Hummels über Schlotterbeck, mit dem er in Dortmund zwei Jahre lang zusammenspielte.
Mehrere europäische Top-Klubs, darunter der FC Bayern, wurden zuletzt mit Schlotterbeck in Verbindung gebracht. "So ein guter Spieler will natürlich auch eine Perspektive haben, dass er nicht nur in zehn Jahren den Legends Cup hochhalten kann, sondern vorher noch etwas anderes", sagte Hummels, in Anspielung auf große Titel wie die Meisterschaft oder den DFB-Pokal.
In 2025/2026 wird für den BVB national aber nichts zu holen sein, meinte Hummels: "Niemand wird Bayern erreichen in dieser Saison. Die Mannschaft ist individuell so stark und spielt so gierig. Jetzt sind sie gerade in einer kleinen Phase, wo sie häufiger in Rückstand geraten, aber drehen es dann gnadenlos."
BVB: "B-Note stimmt nicht immer"
Hummels bekräftigte, der FC Bayern sei "gierig wie keine andere Mannschaft" und habe "die beste Qualität von den Einzelspielern". Der Rio-Weltmeister folgerte: "Das ist eine Mischung, die du nicht geschlagen kriegst."
Elf Punkte beträgt der Rückstand des BVB auf den Rekordmeister bereits. Laut Hummels seien die Ergebnisse der Schwarz-Gelben aber dennoch "top, top, top". Er führte aus: "Der Schnitt ist klar über zwei Punkte. Das nimmt jeder Verein, der nicht Bayern ist. Das ist Kurs auf deutlich über 70 Punkte in dieser Saison."
Dauerthema rund um den BVB ist dennoch auch die unattraktive Spielweise. "Niko Kovac hat es selbst angesprochen, dass die B-Note nicht immer stimmt", sagte Hummels dazu. "Aber das Wichtigste sind immer die Ergebnisse. Wenn sie schön spielen würden und 15 Punkte weniger hätten, wäre die Kritik sehr viel größer. Im Optimalfall kriegt man beides hin, aber die Ergebnisse sind das Wichtigste im Fußball."




























