Der Zauberfuß ist wieder da, der unbezwingbare Rekordmeister weiter auf Kurs: Bayern München hat sich bei der Rückkehr von Jamal Musiala auch gegen Verfolger RB Leipzig keine Blöße gegeben. Die Mannschaft von Trainer Vincent Kompany demontierte die Sachsen im Topspiel am Samstag nach anfänglicher Mühe mit 5:1 (0:1) und knüpfte damit beim Rückrundenstart nahtlos an die beste Bundesliga-Hinrunde der Klubgeschichte an.
Der Trubel um sein perfektes Comeback war Jamal Musiala fast schon unangenehm. Als ihn seine Mitspieler an diesem besonderen Abend vor die Fankurve schubsten, trat Bayern Münchens genesener Zauberfuß artig vor und spendete den Anhängern verhalten Applaus. Und neben der Rückkehr Musialas hatten sie obendrein noch einen beeindruckenden Statement-Sieg gegen einen der ärgsten Rivalen zu feiern.
Die Mannschaft von Trainer Vincent Kompany demontierte RB Leipzig im Topspiel am Samstag nach anfänglicher Mühe mit 5:1 (0:1) und knüpfte beim Rückrundenstart nahtlos an die beste Bundesliga-Hinrunde der Klubgeschichte an. "Wir sind schon öfter in Rückstand geraten, aber wir sind immer zurückgekommen. Das haben wir uns in der Halbzeit geschworen", sagte Bayern-Torwart Manuel Neuer bei Sky und fügte an: "Dass wir dann auch noch das dritte, vierte, fünfte Tor machen, ist schon Wahnsinn."
Serge Gnabry (50.), Harry Kane (67.), Jonathan Tah (82.), Aleksandar Pavlovic (85.) und Michael Olise (88.) trafen für die noch ungeschlagenen Münchner, die an der Tabellenspitze weiter einsam ihre Kreise ziehen. Der Abstand zu Borussia Dortmund beträgt bereits elf Punkte.
Und bei der Titeljagd wirbelt nun auch Musiala nach langer Leidenszeit wieder mit: 196 Tage nach seiner Horrorverletzung stand der 22-Jährige am Samstagabend wieder im Kader, kam in der Endphase ins Spiel und legte gleich Olises Tor auf. "Es ist sehr schön, dass Jamal wieder zurück ist nach so einer langen Zeit. Wir hoffen auf gute Spiele von ihm. Gut, dass er wieder da ist", sagte Gnabry.
FC Bayern: Manuel Neuer zieht mit "Kaiser" Franz Beckenbauer gleich
Auch die Leipziger, die nach der 0:6-Klatsche zum Saisonauftakt auf eine Revanche gebrannt hatten, konnten die Münchner bei ihrem bislang fast makellosen Erfolgslauf nicht stoppen. Der Treffer von Romulo (20.) war zu wenig, im Kampf um die Champions-League-Plätze kassierte RB einen Rückschlag.
Unter anderem prüfte Romulo (4.) gleich zu Beginn Neuer, der mit seinem 584. Pflichtspiel für Bayern mit Franz Beckenbauer gleichzog. Antonio Nusa und Yan Diomande sorgten auf den Flügeln immer wieder für Unruhe in der gegnerischen Hälfte. Romulo belohnte die offensiven Bemühungen schließlich nach Vorlage von Raum aus kurzer Distanz und sorgte für zufriedene Gesichter bei den Funktionären um Red-Bull-Fußballchef Jürgen Klopp auf den Rängen.
Leipzig machte weiter Druck und hätte durchaus höher führen können. Bayern fand nur schwer ins Spiel. Lennart Karl und Luís Díaz sorgten für Akzente, RB-Torhüter Peter Gulácsi zeigte sich jedoch hellwach. Eine kurze Schrecksekunde für die Gäste folgte zudem nach einem heftigen Einsteigen von Nicolas Seiwald, der Leon Goretzka übel an der Hacke erwischte. Nach einer Behandlungspause ging es für diesen weiter, nach der Pause kam der wie Musiala genesene Joshua Kimmich für ihn ins Spiel.
Nach einem Fehler im Leipziger Aufbauspiel kam Dayot Upamecano an den Ball, und Gnabry schlug zu. Leipzig ließ nicht nach, doch Kane ließ die Münchner in einer munteren Schlussphase noch einmal jubeln. Der eingewechselte Olise entschied letztlich die Partie, als er Tah und Pavlovic erst ihre Tore auflegte und den fünften Treffer des Abends selbst erzielte.


























