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Ikone findet's "sehr unfair"

Kritik an Strafen nach WM-Betrug im Skispringen

Skisprung-Coach Magnus Brevig wurde lange gesperrt
Skisprung-Coach Magnus Brevig wurde lange gesperrt
Foto: © IMAGO/Terje Pedersen
17. Januar 2026, 12:16
sport.de
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Die Betrugs-Affäre rund um Norwegens Skispringer mündete in drastischen Strafen für drei Ex-Funktionäre seitens der FIS. In ihrer Heimat regt sich Kritik, ein CAS-Einspruch steht im Raum.

"Ich bin ein wenig überrascht, denn ich finde es streng", sagte Skisprung-Ikone Maren Lundby mit Blick auf das von der FIS verkündete Strafmaß für Magnus Brevig, Thomas Lobben und Adrian Lobben gegenüber "NRK".

Das Trio wurde für seine Rolle in dem Skandal um manipulierte Sprunganzüge bei der Nordischen Ski-WM 2025 in Trondheim lange aus dem Verkehr gezogen. Die FIS verhängte gegen jeden der drei eine Sperre von 18 Monaten, zudem eine Geldstrafe in Höhe von je rund 5.000 Euro.

Lundby verwies darauf, dass in der Vergangenheit für ähnliche Vergehen nur Verwarnungen oder gar keine Sanktionen ausgesprochen wurden. Die Bestrafung für Brevig, Lobben und Lobben sei vor diesem Hintergrund "unfair", so die 31-Jährige, sie hätten als "abschreckendes Beispiel herhalten müssen".

Grundsätzlich, erklärte Lundby weiter, sei es gut, dass im Skispringen Maßnahmen gegen Schummelversuche ergriffen würden, "aber dennoch empfinde ich es als sehr unfair ihnen gegenüber. Es sind also gemischte Gefühle".

Skispringen: Einspruch beim CAS? Anwalt äußert sich

Zurückhaltend äußerte sich Norwegens Skisprung-Chef Jan-Erik Aalbu zu dem FIS-Urteil. "Wir waren in den letzten zehn Monaten nicht an diesem Prozess beteiligt, daher kann ich dazu keinen Kommentar abgeben", sagte er gegenüber "NRK".

Laut ihrem Anwalt Pal Kleven erwägen Brevig, Lobben und Lobben, vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS Einspruch gegen die Strafe einzulegen, "was jedoch gegen die Tatsache abgewogen werden muss, dass die Sperrfrist wahrscheinlich abgelaufen sein wird, bevor das CAS seine Prüfung des Falls abgeschlossen hat", wie der Jurist betonte.

Brevig war bei der WM 2025 als Nationalcoach von Norwegens Skispringern tätig, Lobben als Co-Trainer. Livelten wiederum war für das Material zuständig, das den ganzen Skandal überhaupt erst auslöste.

Schon im Frühjahr wurde das Trio von der FIS aus dem Verkehr gezogen. Seit dem 12. März sind die drei Norweger offiziell gesperrt. Diese Zeit wird ihnen auf die 18-monatige Sperre angerechnet. 

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