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Ex-Weltmeisterin sieht klaren Trend

Biathlon-Star Simon "brauchte die Konfrontation"

Julia Simon führte die Biathlon-Staffel der Französinnen in Oberhof zu Platz eins
Julia Simon führte die Biathlon-Staffel der Französinnen in Oberhof zu Platz eins
Foto: © IMAGO/Steffen Proessdorf
14. Januar 2026, 13:32
sport.de
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Julia Simon hat beim zurückliegenden Biathlon-Weltcup in Oberhof mit zwei Podestplatzierungen und einem vierten Platz für Aufsehen gesorgt. Vor allem ihr Sieg mit der Staffel sticht heraus - es war ihr erster Auftritt im französischen Quartett nach abgesessener Sperre. Ex-Weltmeisterin Sandrine Bailly sieht die 29-Jährige auf einem guten Weg zurück zu alter Stärke.

"Sie brauchte die Konfrontation und die Gruppe, um wieder an Intensität zu gewinnen, nachdem sie eine ganze Weile alleine trainiert hatte", blickte Bailly in einem Beitrag für das "Nordic Magazine" auf Simons Leistung beim Biathlon-Weltcup in Oberhof zurück: "Nichts ist besser als die Konfrontation, um Fortschritte zu machen und neue Meilensteine zu erreichen."

Simon, nach ihrer Verurteilung vor Gericht wegen Kreditkartenbetrugs und der abgesessenen Sperre, ist inzwischen wieder fester Bestandteil des französischen Weltcup-Teams. In Oberhof glänzte sie zunächst mit einem dritten Platz im Sprint, ihrer ersten Podestplatzierung der Saison. Anschließend wurde sie in die Staffel berufen. Als Schlussläuferin (2 Fehler) sicherte sie dem Team vor Norwegen und Deutschland den Sieg. Am Sonntag verpasste sie im Verfolger nur knapp erneut das Podest, zeigte sich anschließend äußerst zerknirscht.

Bailly fasste zusammen: "Jetzt sammelt sie nach und nach Erfahrung und kehrt zu dem Niveau zurück, das wir von ihr kennen. Es ist nicht sehr überraschend, dass sie so schnell wieder den Anschluss an die anderen gefunden hat, wenn man ihre Persönlichkeit bedenkt."

Jeanmonnot? Top-10-Ergebnis nicht mehr "ausreichend"

Körperlich sei Julia Simon allerdings "noch nicht in Bestform. Man spürt, dass es etwas mühsam sein kann". Es gäbe "ein wenig Raum für Verbesserungen, aber sie analysiert ihre Situation gut, was ihr ermöglicht, sich anzupassen. Das ist ihre Stärke".

Die Gesamtweltcupsiegerin von 2005 äußerte sich zudem zum ernüchternden Wochenende von Lou Jeanmonnot, die trotz der Ergebnisse im Sprint (7.) und Verfolger (10.) zum Weltcup in Ruhpolding (14. bis 18. Januar) im Gelben Trikot anreist. "Beim Sprint war sie körperlich nicht in Bestform, aber beim Verfolgungsrennen lief es schon besser", so Bailly: "Sie ist gut platziert, aber nicht auf dem Niveau, das sie sich erhofft hatte. Lou ist sehr perfektionistisch und natürlich passt ihr das nicht."

Eine Top-10-Platzierung sei inzwischen für die ambitionierte Jeanmonnot "nicht ausreichend. Trotz allem muss man die Dinge relativieren: Es ist keine große Leistungsschwäche. Alles ist in Ordnung. Sie ist körperlich nicht am Ende und hat sich platziert. Es gibt keinen Grund zur Sorge. Sie weiß, was sie kann, und wird in Ruhpolding schnell wieder aufholen."

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