Auf Lewis Hamilton ist in seinem ersten Formel-1-Jahr mit Ferrari massenhaft Kritik eingeprasselt. Eine Ingenieurs-Legende der Scuderia aus Michael-Schumacher-Zeiten dreht den Spieß nun um - und stellt seine Ferrari-Nachfolger infrage.
Lewis Hamilton und der SF-25 aus der vermeintlichen Göttinnen-Schmiede aus Maranello - das war 2025 ein einziges Formel-1-Missverständnis.
Nie verstand der siebenmalige F1-Weltmeister seinen Untersatz und dessen Eigenschaften wirklich. Jedes Mal, wenn es schien, als habe Hamilton einen Schritt vorwärts gemacht, ging es flugs wieder zwei zurück.
Hauptverantwortlich gemacht wird für die magere Saison in erster Linie Hamilton - jedenfalls medial. Nicht wenige Experten finden, der 41-Jährige habe seinen Zenit überschritten. Zudem kritisieren sie die Außendarstellung des Superstars, der im Vorjahr mehrmals theatralisch (so der Vorwurf) mit sich und der PS-Welt abrechnete.
Formel 1: Ex-Schumi-Ingenieur sieht Verantwortung bei Ferrari
Luigi Mazzola sieht die Sache anders. "Ich lade nicht die ganze Schuld auf Hamilton ab", sagte der einstige Ingenieur von Michael Schumacher bei "NewsF1.com" und führte an die Adresse des Briten gerichtet aus: "Ich lade nicht alles bei dir ab, Hamilton, dass du es versaut hast. Nein, ich lade einen guten Teil beim Team ab, denn man kann nicht in 24 Rennen immer noch nicht verstanden haben, wie dieser Charakter fährt - oder ihm nicht wenigstens ein Auto geben, das konstant zufriedenstellend ist, oder nicht?"
Dass es die Ingenieure - und damit meine er nicht Renningenieur Riccardo Adami - nicht geschafft hätten, Hamilton einen gewissen Wohlfühlfaktor zu ermöglichen, lasse ihn "etwas perplex" zurück, sagte Mazzola.
Der Engländer landete in der Vorsaison in der Fahrer-WM nur auf dem sechsten Platz und zog im teaminternen Duell mit Charles Leclerc klar den Kürzeren. Hamilton hofft, durch das ab sofort geltende neue Regelwerk mit völlig anderen Motoren in diesem Jahr doch noch die Wende mit Ferrari zu schaffen.


