Der ehemalige Formel-1-Fahrer Antonio Pizzonia hat am Wochenende am Rande eines Kart-Rennens im US-Bundesstaat Texas für Ärger gesorgt. Das Ganze endete für den Brasilianer hinter Gittern.
Ex-Formel-1-Fahrer Antonio Pizzonia ist am Samstag in Texas verhaftet und gegen 18 Uhr inhaftiert worden. Das berichtet das US-amerikanische Klatsch-Portal "TMZ".
Nachdem weitere Einzelheiten zu dem Fall und der Verhaftung zunächst nicht bekannt wurden, machte anschließend ein Video im Netz die Runde, auf dem zu sehen ist, wie der 45-jährige Brasilianer einen Mann attackierte, der sich nach einem Kart-Rennen im Speedsportz Racing Park im Norden Houstons angeregt mit Pizzonias Sohn unterhielt.
Auf dem Video ist deutlich zu erkennen, wie der Ex-F1-Fahrer dem Unbekannten zunächst mit ausgestrecktem Bein in den Rücken springt und ihm anschließend ins Gesicht schlägt. Nach seiner Freilassung gab Pizzonia ein Statement ab und erklärte, er habe seinen Sohn schützen wollen und ihn deswegen "instinktiv verteidigt".
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Pizzonia mit durchwachsenen Auftritten in der Formel 1
Internationale Bekanntheit erlangte Pizzonia Anfang der 2000er, als er in der Formel 1 für Jaguar debütierte. Sein Engagement dort lief jedoch nicht nach Plan. Insgesamt fuhr er für das Team nur elf Rennen, in fünf davon kam er nicht ins Ziel. Seine beste Platzierung war ein elfter Platz.
2004 unterschrieb der Brasilianer einen Vertrag als Testfahrer bei Williams. Dort bekam er seine Chance, als Ralf Schumacher beim Großen Preis der USA verunfallte und einige Rennen ausfiel. Vier Mal kam Pizzonia in jener Saison zum Einsatz, gleich drei Mal fuhr er dabei als Siebter in die Punkte.
In der Saison 2005 vergab der Brasilianer die große Chance, Stammfahrer bei Williams zu werden. In einem direkten Duell gegen Nick Heidfeld zog er den Kürzeren. Die beiden Piloten duellierten sich bei den Testfahrten vor der Saison. "Quick Nick" zeigte die besseren Leistungen und erhielt den Zuschlag.
Als Heidfeld gegen der Saison nach einem Fahrradunfall ausfiel, durfte sich Pizzonia erneut im Cockpit beweisen. Nach fünf Rennen war seine kurze Formel-1-Karriere aber ein für allemal beendet.




