Borussia Dortmund steht als Tabellenzweiter mit nur einer Niederlage in 15 Bundesliga-Partien so gut da wie lange nicht zum Jahreswechsel, dennoch rumorte es beim BVB in den vergangenen Wochen immer wieder. Nach Ansicht von Ex-Nationalspieler Thomas Strunz liegt das vor allem daran, dass die Dortmunder immer wieder selbst für Negativ-Schlagzeilen sorgten.
Als Beispiele nannte der Europameister von 1996 und Ex-Spieler des FC Bayern im Gespräch mit dem "kicker" die Personalien Karim Adeyemi und Nico Schlotterbeck.
Adeyemi hatte im letzten Bundesliga-Heimspiel des BVB gegen Gladbach lautstark gegen seine Auswechslung protestiert und sich damit eine interne Geldstrafe eingehandelt. Schlotterbeck hatte nach dem dürftigen Champions-League-Remis gegen FK Bodö/Glimt (2:2) im Dezember öffentlich die eigenen Teamkollegen kritisiert und damit ebenfalls für Aufruhr gesorgt.
"Menschen, die aus der Deckung kommen, die sich auch angreifbar machen, sind mir lieber als die, die weichgespülte Interviews geben. Diesen Unsinn will doch keiner mehr hören", meinte der ehemalige Bayern-Profi Strunz über die Aussagen Schlotterbecks, der unter anderem den Einsatzwillen der Einwechselspieler kritisiert hatte.
Adeyemi erzielte sechs Tore in dieser Saison
Zu der Personalie Adeyemi hat Strunz, der seit langem auch als TV-Experte in Erscheinung tritt, ebenfalls eine dezidierte Meinung: "Kreativspieler wie Adeyemi müssen anders sein, um ihre Stärken zur Geltung zu bringen. Die Frage ist, ob die Harmonie in der Kabine gefährdet ist. Sind also die anderen bereit, für Adeyemi zu laufen, auch wenn er eben keine 25 Treffer erzielt?"
In der laufenden Saison ist Adeyemi mit 22 Pflichtspieleinsätzen unter Niko Kovac quasi gesetzt, erzielte dabei auch ordentliche sechs Treffer. Allerdings fällt der 23-Jährige auch immer wieder mit Leistungsschwankungen und negativer Körpersprache auf, so wie zuletzt gegen Gladbach.






























