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Gegen Super-Champion Bivol

Deutscher Box-Star kriegt endlich WM-Kampf

Dmitry Bivol gilt als einer besten Boxer der Welt "Pound for Pound"
Dmitry Bivol gilt als einer besten Boxer der Welt "Pound for Pound"
Foto: © IMAGO/Valery Sharifulin
08. Januar 2026, 07:48
sport.de
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Seit fast drei Jahren ist der deutsche Boxprofi Michael Eifert bei der IBF Pflichtherausforderer des Weltmeisters im Halbschwergewicht. 2026 ist mit dem Warten offenbar endlich Schluss. Die IBF macht Druck auf Champion Dmitry Bivol, dessen Manager nun reagiert - und Eifert Hoffnung auf ein baldiges Duell macht.

Es war eine der größeren Überraschungen der jüngeren deutschen Boxgeschichte. Im Frühjahr 2023 flog Michael Eifert über den Großen Teich nach Kanada, um mit Lokalheld und Ex-Champion Jean Pascal auszufechten, wer beim Weltverband IBF den Weltmeister herausfordern darf. 

Als Underdog in den Ring geklettert, beherrschte Eifert den Ring-Veteranen eindeutig, siegte über zwölf Runden klar nach Punkten. Aus der erhofften WM-Chance ist allerdings bis heute nichts geworden.

Der damalige IBF-Weltmeister Artur Beterbiev zog 2023 (finanziell attraktivere) Kämpfe gegen die Briten Anthony Yarde und Callum Smith vor. Eifert guckte in die Röhre, blieb selbst äußert inaktiv und bestritt seit dem Pascal-Coup lediglich einen (Aufbau-)Kampf im Sommer 2024, um seine IBF-Position nicht zu gefährden. 

Die sonst in Sachen Pflichtherausforderer strikte IBF ließ Beterbiev auch 2024 eine lange Leine - aus Gründen. Ende des Jahres stieg der Russe gegen Landsmann Dmitry Bivol zum großen Vereinigungs-Showdown um alle vier WM-Gürtel in Riad in den Ring. Beterbiev siegte in einem hochklassigen Duell hauchdünn nach Punkten. Das Urteil schrie nach Revanche.

Boxen: IBF will Bivol gegen Eifert sehen - "ohne Wenn und Aber"

Im Februar 2025 kam es zu Teil 2 - was Boxfans freute, verlängerte Eiferts Wartezeit. Bivol gewann das Rematch, seither pocht Eiferts Promoter SES auf die WM-Chance für den Deutschen. "Zweieinhalb Jahre Wartezeit sind in der Karriere eines Boxers nun wirklich nicht verständlich und auch mit viel Geduld kaum zu ertragen", grantelte SES-Boss Ulf Steinforth.

Jetzt kommt Bewegung in die Sache. Die IBF habe Bivol (24 Siege, 1 Niederlage) "final" und "unmissverständlich aufgefordert, das Duell um die IBF-Weltmeisterschaft im Halb-Schwergewicht und so den Kampf gegen Michael Eifert anzunehmen", teilte SES mit. Eifert (13 Siege, 1 Niederlage) warte "unrechtmäßig" und "viel zu lange" auf seine Chance, die IBF wolle nun "ohne Wenn und Aber den WM-Kampf angesetzt sehen".

Bivol, der im Sommer 2025 noch eine Reha infolge einer Rücken-OP geltend machte, scheint gewillt, der IBF-Ansage zu folgen. Wie "boxingscene.com" berichtet, peilt der Weltmeister (der auch die Titel von WBA und WBO hält) seine Rückkehr in den Ring für März oder April an und nimmt dabei den 27-jährigen Eifert ins Visier. 

Bivols Manager Vadim Kornilov sagte dem Portal, Bivol werde schon bald in Kirgistan sein Trainingscamp aufschlagen.

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