Auch nach seinem Wechsel von Ferrari zu Cadillac verfolgt Guanyu Zhou in der Formel 1 große Ziele. Der Chinese will sich bei seinem neuen Arbeitgeber für einen Stammplatz in der Königsklasse empfehlen.
Der ehemalige Formel-1-Stammfahrer Guanyu Zhou peilt eine Rückkehr ins Grid an. Es sei sein "oberstes Ziel", so schnell wie möglich "wieder an den Start zu gehen, mich wieder hinter das Steuer zu setzen und Vollzeit Rennen zu fahren", betonte er im Gespräch mit "F1.com".
"Für mich ist das ultimative Ziel, wieder an den Start zu gehen, und das ist auch mein Ziel. Aber um dieses Ziel zu erreichen, muss man manchmal etwas abwarten. Man muss dem Team über Wochen und Monate hinweg zeigen, was man kann, sich ins Zeug legen, und manchmal ergibt sich dann eine Gelegenheit, daher dränge ich nicht unbedingt darauf", führte der 26-Jährige aus.
Vorerst muss sich Zhou ohnehin gedulden. Erst am Montag war sein Wechsel von Ferrari zu Neu-Team Cadillac bekannt gegeben worden. Bei den US-Amerikanern übernimmt er, wie zuletzt schon bei der Scuderia Ferrari, die Rolle als Reservepilot. Hierauf liege nun der volle Fokus, so der Chinese.
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Zhou war 2022 in die Königsklasse gekommen, als er als Stammfahrer an der Seite von Valtteri Bottas für Alfa Romeo fuhr. Zwei Jahre in Folge belegte er in der Gesamtwertung den 18. Platz, 2024 landete er im Kick Sauber auf dem 20. Platz. Wie auch Bottas verlor er anschließend sein Cockpit und wechselte zu Ferrari, wo er hinter Lewis Hamilton und Charles Leclerc die Rolle als Ersatzpilot einnahm.
Wertvolle Ferrari-Zeit: Zhou konnte von Hamilton und Leclerc lernen
Kein einfacher Schritt für Zhou: "Es ist eine Herausforderung für die Psyche, weil man all die Leute beobachtet, die Rennen fahren, und mit einigen von ihnen hat man über die Jahre gekämpft oder sie geschlagen. Man möchte dabei sein und hat das Gefühl, dass man es verdient hat, mit ihnen zusammen an der Startlinie zu stehen und zu kämpfen. Das ist wahrscheinlich die schwierige Seite, die psychische Seite, wenn man nur das Rennen beobachtet."
Obwohl er 2025 "einen Schritt zurücktreten musste", habe er sich bei Ferrari dennoch weiterentwickelt, hob Zhou hervor. "Vor allem im letzten Jahr konnte ich mit zwei der besten Fahrer der Startaufstellung zusammen sein, um zu sehen, was sie tun, wann sie Schwierigkeiten haben oder was sie gut machen, was sie anders gemacht haben, wie sie sich anpassen und reagieren. All diese Dinge berücksichtige ich, und ich habe das Gefühl, dass ich dadurch bereits ein besserer Fahrer geworden bin."
Bei Cadillac arbeitet er nun erneut mit Bottas zusammen, der gemeinsam mit Sergio Perez das neue Stammduo von Cadillac bildet.




