Bei Eintracht Frankfurt herrscht dieser Tage wieder einmal Hochbetrieb, was die Transferaktivitäten anbelangt. Während Sportvorstand Markus Krösche bereits mehrere Neuzugänge an Land gezogen hat, rückt nun auch die Abgangsseite vermehrt in den Fokus. Ein möglicher Wechsel sorgt dabei mehr und mehr für Zündstoff: Es geht um einen jungen Nationalspieler, dessen Berater nun öffentliche Forderungen formuliert hat.
Sportlich verläuft die Saison für die SGE bislang nicht unbedingt so, wie es sich Verantwortliche und Fans erhofft hatten. Tabellenplatz sieben und die zweitschlechteste Abwehr der Bundesliga lassen noch viel Luft nach oben.
Entsprechend wird am SGE-Kader aktuell intensiv gefeilt. Nach bereits vier festgezurrten Verpflichtungen könnte zeitnah ein Abgang folgen. Es geht um Aurele Amenda.
Der Schweizer Nationalspieler kam im Sommer 2024 für rund neun Millionen Euro vom BSC Young Boys nach Frankfurt, spielt bislang jedoch nur eine Nebenrolle unter Cheftrainer Dino Toppmöller. Wettbewerbsübergreifend stehen lediglich 376 Einsatzminuten zu Buche – zu wenig aus Sicht des 22-Jährigen.
Dabei sollen sowohl Sportvorstand Krösche als auch Coach Toppmöller weiterhin viel von dem Innenverteidiger halten. Doch Geduld ist im Profifußball bekanntermaßen ein rares Gut, vor allem mit Blick auf die Weltmeisterschaft im Sommer. Laut der "Frankfurter Rundschau" ist Amendas Rolle als Edelreservist nicht das, was er sich vorgestellt hat. Der Wunsch nach einem Wechsel wird demnach immer konkreter.
Nun hat sich Berater Jose Noguera Rodriguez zu Wort gemeldet und erhöht spürbar den Druck auf die Eintracht: "Aurele ist ein ambitionierter und professioneller Spieler, der sich in jeder Hinsicht der Eintracht verschrieben hat. Er respektiert seinen langfristigen Vertrag. Dennoch müssen wir ehrlich feststellen, dass seine Spielzeit nicht seinen Erwartungen und seinem Potenzial entspricht."
Winter-Wechsel keinesfalls ausgeschlossen
An Interessenten an dem Verteidiger mangelt es offensichtlich nicht. Vor allem aus der Ligue 1 gibt es konkrete Anfragen, zuletzt wurde OGC Nizza gehandelt. Auch der FC Turin, der Amenda bereits im Sommer verpflichten wollte, soll weiterhin interessiert sein.
Die Botschaft des Beraters ist eindeutig: "Als junger Schweizer Nationalspieler braucht Aurele regelmäßige Einsätze auf höchstem Niveau, um sich weiterzuentwickeln. Die Weltmeisterschaft im Sommer steht vor der Tür. Wir respektieren die Entscheidungen des Trainerstabs, sehen aber gleichzeitig, dass andere Vereine großes Interesse an Aurèles Qualitäten zeigen."
Der Agent kündigte an, im Januar-Transferfenster alle sich bietenden Optionen prüfen zu wollen: "Sollte sich eine Möglichkeit ergeben, wo Aurele die Spielzeit bekommt, die er verdient, werden wir diese ernsthaft in Betracht ziehen."




























