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Domen Prevc mit nächstem Ausrufezeichen

Alle DSV-Adler schaffen die Bischofshofen-Quali

Andreas Wellinger ist beim letzten Tournee-Springen in Bischofshofen dabei
Andreas Wellinger ist beim letzten Tournee-Springen in Bischofshofen dabei
Foto: © IMAGO/GEPA pictures/ Thomas Bachun
05. Januar 2026, 18:01

Topfavorit Domen Prevc gewinnt auch die letzte Tournee-Quali. Zwei DSV-Adler sind derweil angeschlagen.

Domen Prevc lächelte nach seiner nächsten Machtdemonstration zufrieden, dann blickte der Dominator der Vierschanzentournee voller Vorfreude auf das große Finale: Mit einem Flug auf 140,0 m hat der Slowene auch die Qualifikation von Bischofshofen eindrucksvoll gewonnen und der Konkurrenz jede Hoffnung auf einen Einbruch kurz vor dem Ziel genommen.

"Kommt zahlreich! Es wird ein großartiges Spektakel - und das Wetter wird gut", hatte Prevc schon vor dem Wettkampf in Richtung der slowenischen Fans gesagt. Der Aufruf hatte Folgen: 5000 Fans aus dem nahen Slowenien werden am Dienstag erwartet, wenn Prevc genau zehn Jahre nach seinem Bruder Peter die Tournee gewinnen kann. Zweifel bestehen spätestens seit dem Traumflug am Montag kaum noch.

Am Start sein werden dann auch alle fünf DSV-Adler. Philipp Raimund war in der Qualifikation als Sechster bester DSV-Adler. Felix Hoffmann, als Fünfter der Gesamtwertung noch mit Podestchancen, kam nicht über den elften Platz hinaus. Für eine Überraschung sorgte Andreas Wellinger, der als 23. vor Pius Paschke (25.) lag. Karl Geiger schaffte als 44. soeben den Sprung unter die besten 50.

Prevc mit großem Vorsprung ins letzte Springen

Nach der Qualifikation offenbarten sowohl Hoffmann als auch Raimund gesundheitliche Problem. "Mein Knie zwickt ein bisschen", sagte Hoffmann, eine Pause nach der Tournee sei denkbar. Raimund klagte über Probleme mit der Hüfte, die durch seinen Zusammenprall mit einer Bande in Innsbruck wieder aufgebrochen seien.

Prevc wirkte derweil kerngesund. Der Slowene, der nach Siegen in Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen und Platz zwei in Innsbruck wohl nur noch durch das Wetter oder eine Disqualifikation gestoppt werden kann, lag am Montag auch vor seinen ärgsten Verfolgern im Kampf um den Goldadler: Jan Hörl landete als Dritter ebenso hinter Prevc wie Stephan Embacher (beide Österreich), der Zweiter wurde.

Prevc geht mit einem Vorsprung von umgerechnet 22 Metern auf Hörl in das letzte Springen. Nur einmal in der Tournee-Geschichte gab ein Springer einen so großen Vorsprung noch aus der Hand. 1971/72 war der Japaner Yukio Kasaya nach Siegen auf den ersten drei Schanzen abgereist, um sich auf die Olympischen Spiele im heimischen Sapporo vorzubereiten.

Auf der Paul-Außerleitner-Schanze hat Prevc in seiner Karriere allerdings noch nie das Podest erreicht, Platz vier im Januar 2017 ist noch immer sein bestes Ergebnis. Die gute Nachricht: Auch das würde am Dienstag locker reichen.

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