Die Atlanta Falcons räumen auf. Nach dem letzten Spiel der Saison 2025 in der NFL hat das Franchise aus Georgia seine komplette sportliche Führungsriege entlassen.
Zwar haben die Falcons ihre vergangenen vier Spiele am Stück gewonnen und damit die Saison mit einer versöhnlichen 8-9-Bilanz abgeschlossen, doch reichte das nicht, um Head Coach Raheem Morris oder General Manager Terry Fontenot den Job zu retten. Beide wurden noch am Sonntag entlassen, wie das Team verkündete.
Teameigner Arthur Blank kommentierte die Entscheidung in einem Statement: "Ich habe eine große persönliche Wertschätzung für Raheem und Terry und schätze ihre harte Arbeit und ihr Engagement für die Falcons sehr. Dennoch bin ich der Meinung, dass wir in diesen Positionen künftig eine neue Führung benötigen", sagte Blank. "Die Entscheidung, uns von Menschen zu trennen, die die Organisation so gut repräsentieren und unsere zentralen Werte teilen, ist keine leichte, doch die Ergebnisse auf dem Spielfeld haben weder unseren Erwartungen noch denen unserer Fans und der Führung entsprochen. Ich wünsche Raheem und Terry für ihre zukünftigen Aufgaben alles erdenklich Gute."
Morris war erst 2024 zu den Falcons gekommen und hatte beide Saisons jeweils mit einer 8-9-Bilanz abgeschlossen und damit die Playoffs verpasst. Die Falcons warten damit nun schon seit acht Saisons auf eine Playoff-Teilnahme.
Bei seinen Spielern jedenfalls war Morris durchaus beliebt. Wide Receiver Drake London etwa erklärte am Sonntag nach dem Sieg über die New Orleans Saints: „Ich will Rah mit ganzem Herzen zurück.“ Auch Running Back Bijan Robinson schlug ähnliche Töne an und sprach sich für einen Verbleib des 49-Jährigen aus, der zuvor schon von 2015 bis 2020 bei den Falcons in diversen Assistenzrollen gearbeitet hatte, ehe er zum Schluss Interims-Head-Coach war.
Aufschwung kam zu spät
Die Falcons begannen die Saison mit einer 3-7-Bilanz und verloren im Laufe des Jahres Starting Quarterback Michael Penix mit einem Kreuzbandriss. Der anschließende Aufschwung mit Kirk Cousins kam dann aber offenbar zu spät, zumal Atlanta bereits Anfang Dezember keine Chancen mehr auf die Playoffs hatte.
Zudem muss auch GM Fontenot seinen Hut nehmen. Er war seit 2021 im Amt und Teil der Gruppe an Verantwortlichen, die Morris und zuvor schon Arthur Smith als Head Coach verpflichtet hatten. Beides waren offenkundig Entscheidungen, die nicht von Erfolg gekrönt waren. Im Vorjahr sorgte er zudem für Aufsehen mit der Entscheidung, zunächst Cousins in der Free Agency für vier Jahre und 180 Millionen Dollar unter Vertrag zu nehmen und dann auch noch mit dem achten Pick im Draft Penix zu ziehen.
















