Max Verstappens Beziehung zum langjährigen Red-Bull-Teamchef galt bis zu dessen Rauswurf im Sommer 2025 wahlweise als belastet, über angespannt bis hin zu zerrüttet. Insofern überrascht das, was Verstappen jetzt über sein Verhältnis zu Horner verraten hat.
Max Verstappen ist trotz des Rauswurfs von Christian Horner "jedes Rennen" mit dem langjährigen Teamchef des Rennstalls in Kontakt.
Diese überraschende Enthüllung machte der Formel-1-Star im Gespräch mit "Viaplay".
"Die Dinge liefen nicht sonderlich gut für das Team," blickte Verstappen auf Red Bulls Schwächephase vor der Entlassung Horners im Juli 2025 zurück.
Hinsichtlich der Ergebnisse sei im Rennstall "etwas Unruhe" ausgebrochen, letztlich hätten die Red-Bull-Anteilseigner einen Wandel sehen wollen, so der Holländer.
"Es ist immer schwierig, man knüpft ein Band mit Christian und erreicht so viel - besonders 2021 (Verstappens erster WM-Titel in einem Herzschlagfinale gegen Lewis Hamilton, Anm.d.Red.), all diese Momente", sagte Verstappen: "Das vergisst man nie. Christian ist für mich wirklich durchs Feuer."
Er spreche noch immer "jede Woche, jedes Rennen" mit dem geschassten Bullen-Boss, verriet der 28-Jährige: "Am Freitag, Samstag und Sonntag, gewöhnlich via Textnachricht. Aber auch an Feiertagen zum Beispiel. Jede Woche."
Horner schrieb unglaubliche Red-Bull-Erfolgsgeschichte
Christian Horner hatte das Amt des Teamchefs bei Red Bull im Jahr 2005 übernommen und den Rennstall zu acht Fahrer-Weltmeisterschaften (vier durch Sebastian Vettel, vier durch Verstappen) sowie sechs Konstrukteur-Titeln geführt.
Anfang 2024 geriet der Engländer unter Druck, eine Mitarbeiterin warf ihm übergriffiges Verhalten vor. Red Bull sprach ihn später von den Vorwürfen frei. Zugleich wollte Horner immer mehr Macht im Red-Bull-Kosmos und verärgerte damit das "österreichische Lager" um Chefberater Helmut Marko und CEO Oliver Mintzlaff.
Weil Red Bull 2025 in der ersten Saisonhälfte hinterherfuhr, senkten auch die Horner bis dato zugeneigten thailändischen Mehrheitseigner um Chalerm Yoovidhya den Daumen - der 52-Jährige musste gehen.


