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Trotz "Heimspiel" in Sinsheim

HSV geht gegen Hoffenheim unter

Der HSV hatte gegen Hoffenheim keine Chance
Der HSV hatte gegen Hoffenheim keine Chance
Foto: © IMAGO/Oliver Zimmermann
13. Dezember 2025, 17:29

Trotz des "Heimspiels" in Sinsheim: Der Hamburger SV kann in der Fremde einfach nichts holen. Der schwache Aufsteiger verlor am 14. Spieltag der Fußball-Bundesliga 1:4 (0:2) bei der TSG Hoffenheim und wartet seit über siebeneinhalb Jahren auf einen Erstliga-Auswärtssieg.

Der HSV bleibt damit in der laufenden Saison das einzige Team ohne Dreier auf gegnerischem Platz. Die Norddeutschen holten auswärts bisher nur zwei von 21 möglichen Punkten. Grischa Prömel (8.), Ozan Kabak (31.), Tim Lemperle (65.) und Fisnik Asllani (72.) trafen für die Hoffenheimer, die weiter gut im Europacup-Rennen liegen. Das Tor durch den eingewechselten Rayan Philippe (82.) war zu wenig für Hamburg. In der Nachspielzeit verschoss Philippe einen Handelfmeter (90.+1).

Für den erhofften Auswärtssieg tat der Hamburger Anhang alles. Weit über 10.000 HSV-Fans in der mit 30.150 Zuschauern ausverkauften Sinsheimer Arena verwandelten das Gastspiel der Hanseaten in ein Heimspiel. "Wir sind maximal bereit, alles zu investieren für die 12.000 bis 15.000 HSV-Fans hier", sagte der Hamburger Trainer Merlin Polzin kurz vor dem Anpfiff bei "Sky". Sein Gegenüber Christian Ilzer würdigte TSG-Star Andrej Kramaric schon vor seinem 300. Bundesligaspiel als "ganz große Größe" in der Eliteklasse.

Die Hamburger, bei denen unter anderem der gesperrte Nicolai Remberg und der verletzte Jean-Luc Dompé fehlten, kamen ganz schlecht in die Partie. Der völlig freistehende Prömel brachte die TSG früh per Kopf in Führung. Es war bereits das fünfte Saisontor des Mittelfeldspielers.

Auch nach der Führung blieben die Hoffenheimer das bessere Team. Prömel untermauerte seine derzeit starke Form durch die Vorarbeit zum Treffer von Kabak. Der Innenverteidiger beschenkte sich bei seinem Startelf-Comeback selbst, er war nach einem Kreuzbandriss lange außen vor gewesen.

Gegen Ende der ersten Hälfte wurde der HSV etwas besser und sorgte immerhin für ein wenig Gefahr vor dem Kasten von Nationaltorhüter Oliver Baumann. Ein Treffer sprang dabei aber nicht raus.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs hatte Miro Muheim das Anschlusstor auf dem Fuß. Baumann parierte den fulminanten Distanzschuss des Mittelfeldspielers stark (49.). Dennoch blieben die Gäste am Drücker, die Kraichgauer agierten zu passiv.

Das änderte sich nach einer Stunde. Die Hoffenheimer übernahmen wieder das Kommando, der HSV zeigt erneute Abwehrschwächen, die Lemperle nutzte. Danach durfte Kramaric unter dem Applaus der TSG-Fans sein Jubiläumsspiel vorzeitig beenden. Für den Kroaten kam Asllani, der prompt traf. Philippe sorgte für Ergebniskosmetik, vergab dann aber vom Punkt.

 

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