Der deutsch-türkische Profiboxer Hüseyin Cinkara wagt sich als Außenseiter nach Australien und fordert den gefürchteten Cruisergewichts-Weltmeister Jai Opetaia heraus. Nach starkem Beginn Cinkaras gewinnt der Champion die Oberhand, schlägt den Gast in Runde acht schwer k.o. Cinkara muss ins Krankenhaus - die Diagnose ist besorgniserregend.
Für Hüseyin Cinkara endete die Chance seines Boxerlebens zuerst auf dem harten Ringboden und dann im Krankenhaus. Acht Runden hatte der "Hurricane" aus Speyer Cruisergewichts-Weltmeister Jai Opetaia am Samstag an der australischen Gold Coast einen beherzten Kampf geliefert, den haushohen Favoriten in Runde zwei mit einer Rechten gar ins Wanken gebracht.
Dann aber ließ bei Cinkara die Kraft nach und der ins Hintertreffen geratene 40-Jährige lief in Runde acht in einen linken Konter seines zehn Jahre jüngeren Kontrahenten.
Die linke Kelle des Aussies fällte Cinkara wie einen Baum, der Fall des Deutschen wurde vom vierten Ringseil noch etwas gebremst, nichtsdestotrotz schlug er mit dem Kopf hart auf dem Boden auf.
Cinkara verlor das Bewusstsein, blieb beängstigend lange liegen und wurde im Ring erstversorgt. Nach mehreren Minuten schaffte es der Gast wieder auf die Beine und gratulierte Opetaia zu dessen siebter Titelverteidigung.
Hüseyin Cinkara erleidet Hirnblutung und Halswirbelbruch
Cinkara kam nach dem Fight sofort ins Krankenhaus. Wie Promoter Mick Francis der Box-Bibel "The Ring" mitteilte, erlitt er eine Hirnquetschung, eine kleine Hirnblutung und einen Bruch des ersten Halswirbels (im C1-Bereich).
Ein solcher Halswirbelbruch - auch als Jefferson-Fraktur bekannt - kann lebensgefährlich sein oder zu Lähmungen führen. Im Gespräch mit "News Corp" gab ein Dolmetscher leichte Entwarnung. Eine Lähmung werde von den Ärzten ausgeschlossen, Cinkara sich vollständig erholen.
Die potenziellen Langzeitschäden derart schwerer Knockouts lassen sich allerdings nicht präzise diagnostizieren respektive vorhersagen.
Auch für Weltmeister Opetaia ging es nach dem Kampf mit Verdacht auf Jochbeinbruch ins Krankenhaus. Er kam aber mit einem dick geschwollenen, blauen Auge davon.

