Die deutschen Skispringer reisen trotz wechselhafter Ergebnisse zum Saisonstart personell unverändert zur kommenden Weltcup-Station im polnischen Wisla.
"Von Andreas Wellinger und Karl Geiger wussten wir bereits im Vorfeld, dass die beiden zum Start in den Winter noch nicht in Bestform sind. Zuletzt konnten aber auch sie zulegen, und deshalb haben wir uns entschieden in der bisherigen Besetzung am nächsten Wochenende in Wisla anzutreten", sagte Bundestrainer Stefan Horngacher in einer DSV-Mitteilung.
Es seien alle deutschen Skispringer nach den Wettkämpfen in Skandinavien "gesund nach Mitteleuropa zurückgekommen", betonte Horngacher.
"Sehr zufrieden" zeigte sich der 56-Jährige mit den bisherigen Leistungen von Philipp Raimund und Felix Hoffmann. "Die beiden haben tolle Sprünge gezeigt, sind beide auf das Podest geflogen und konnten auch schon die nominellen Qualifikationskriterien für die Olympischen Spiele erfüllen."
Auch Pius Paschke springe nach einem schwierigen Saisonstart "mittlerweile immer stabiler, und es sind nur noch Kleinigkeiten, die ihm fehlen, um wieder in der Weltspitze mitmischen zu können", so Horngacher.
Skispringen: Kriselndes DSV-Duo absolviert Trainingssprünge
Er kündigte an, für Raimund, Hoffman und Paschke stünde nach einem kurzen Heimaturlaub nun Krafttraining auf dem Programm. "Andreas Wellinger und Karl Geiger werden noch einmal Trainingssprünge auf der Schanze absolvieren, ehe wir dann donnerstags nach Wisla anreisen", so der Bundestrainer. "Dort wollen wir den nächsten Schritt nach vorne machen."
Hoffmann, der in Lillehammer erstmals in seiner Karriere auf dem Stockerl gelandet war, sagte: "Der Start in den Weltcup mit der Skandinavien-Tour war gleich mal ein cooler Trip. Auch, wenn der zu Beginn doch gleich mal lang und intensiv war, mit sechs Wettkämpfen innerhalb von neun Tagen und zwei Reisetagen dazwischen. Das Skispringen hat Spaß gemacht - leider waren es in Kuosamo nur drei Sprünge, weil die Bedingungen nicht mehr zugelassen haben."
Auf die umgebaute Schanze in Wisla sei er "gespannt" und erklärte: "Ich denke, die ist jetzt ganz cool zum Fliegen. Schauen wir mal, ob mir die Eisspur besser taugt als die im Sommer beim Grand Prix: Und ja, jetzt geht es gleich mal Schlag auf Schlag weiter."

