Borussia Dortmund setzte mit dem 2:1-Sieg in der Bundesliga bei Bayer Leverkusen ein Ausrufezeichen. TV-Experte Didi Hamann ist begeistert - in erster Linie von der Arbeit von BVB-Coach Niko Kovac.
"Kovac wurde geholt, um das zu schaffen, was er geschafft hat", schwärmte Hamann im Fußball-Talk "Sky 90". "Er hat in seinen acht, neun Monaten beim BVB nur zwei oder drei Spiele verloren. Das ist eine Mannschaft, auf die du dich verlassen kannst - und das konnte ich mich in den letzten Jahren bei den Dortmunder selten."
Der 52-Jährige ergänzte: "Was Kovac aus der Mannschaft herausholt, das ist herausragend, ich möchte fast sagen ein Wunder, wie sie in der Champions League dastehen, wie sie in der Liga dastehen."
Kovac habe eine "natürliche Souveränität, eine Gelassenheit, die dem Verein einfach gut zu Gesicht steht", lobte Hamann. Der BVB-Coach habe "schon immer ein Gespür dafür gehabt, was jeder Spieler braucht. Ich höre ihm gerne zu und schaue auch den Dortmundern gerne zu. Wenn du mir vor zwölf Monaten gesagt hättest, dass das eine stabile Mannschaft ist, das hätte ich nie gedacht. Mit Kovac hat sich das alles geändert."
Hamann kontert Kritik am BVB
Den Vorwurf, der BVB agiere unter Kovac zu wenig flexibel und zu unkreativ, ließ Hamann nicht gelten. "Das ist auch der Tatsache geschuldet, dass sie einfach die Spieler nicht haben", so der frühere Nationalspieler.
Die teuren BVB-Neuzugänge rund um den vermeintlichen Königstransfer Jobe Bellingham hätten "bisher keinen positiven Einfluss genommen", konstatierte Hamann. Gerade in der Offensive sei die Personaldecke dünn.
Neben Bellingham, für den gut 30 Millionen Euro an den AFC Sunderland flossen, holte der BVB in der zurückliegenden Transferperiode auch Carney Chukwuemeka (für 20 Mio. Euro vom FC Chelsea) sowie Fabio Silva (für 22,5 Mio. Euro von den Wolverhampton Wanderers). Das Trio schlug noch nicht wie erhofft ein.
Als Glücksgriff entpuppte sich lediglich das von Chelsea ausgeliehene Abwehr-Talent Aarón Anselmino.





























