Während die Fußball-Welt derzeit hin- und hergerissen ist in der Frage, ob Manuel Neuer als Nummer eins zur WM fahren sollte und kurioserweise gleichzeitig darüber diskutiert, ob der zuletzt fehleranfällige Torhüter überhaupt noch gut genug für den FC Bayern ist, wurde enthüllt, dass Neuer aktuell mit einem Spezial-Handschuh aufläuft.
Manuel Neuer sorgt derzeit für Schlagzeilen – und das nicht nur durch seine Rückkehr ins DFB-Pokal-Tor beim FC Bayern. Denn seit zwei Spielen tritt der Weltmeister von 2014 mit einem speziellen Vier-Finger-Handschuh auf der linken Hand an. Ringfinger und kleiner Finger sind dort verbunden, um eine Kapselverletzung zu schützen.
Die Sonderanfertigung fiel erstmals auf der Reise nach London auf, wo Neuer gegen Arsenal (1:3) antrat. Für die Partie gegen St. Pauli (3:1) am Wochenende wurde der Handschuh perfekt angepasst: Die beiden getapten Finger stecken gemeinsam in einem breiteren Fach.
Solche Maßnahmen sind bei Torhütern üblich, um Beweglichkeit zu erhalten, ohne die Heilung der Verletzung zu gefährden. Gut möglich, dass Neuer den Handschuh bereits am Mittwoch im Pokal-Achtelfinale gegen Union Berlin (20:45 Uhr im sport.de-Live-Ticker) wieder nutzt – Trainer Vincent Kompany (39) bestätigte: "Manu steht wieder im Tor."
Doch der Handschuh kaschiert aktuell auch eine besorgniserregende Serie von Patzern. Gegen Union Berlin (2:2) und Freiburg (6:2) wirkte Neuer unsicher, beim Champions-League-Desaster in Arsenal kam er unter anderem bei einer Ecke zu spät und ließ Timber zum 1:0 treffen. Bei einem weiteren Gegentor sah er schlecht aus.
FC Bayern: Urbig muss erst einmal abwarten
Experte Michael Ballack kritisierte: "Er gerät aus dem Rhythmus und verliert das Timing." Am Samstag gegen St. Pauli landete der Ausgleich zum 0:1 in seiner kurzen Ecke – ein Ball, den Neuer normalerweise pariert. In den letzten vier Spielen kassierte Bayern mehrere vermeidbare Tore, mindestens vier nach Standards.
Fans und Medien spekulieren: Ist das Alter (39) der Grund, oder lastet der Druck einer möglichen Vertragsverlängerung und DFB-Rückkehr? Neuer selbst relativierte nach Arsenal: "Der Gegenspieler bringt mich aus der Balance." Intern genießt er Vertrauen, doch Sportvorstand Max Eberl mahnt: "Er hat Risiko gegangen und wurde bestraft." Jonas Urbig rückt dennoch vorerst auf die Bank, trotz Kompanys Zusagen für mehr Einsätze.
"Es wird der Moment kommen, wo wir in jedem Fall immer wieder schauen, wie wir die Minuten für Jonas einbringen können – das weiß Manu, das weiß Jonas. Aber Timing? Ich habe jetzt keinen Kalender oder so, wo ich sage: dieses Spiel und dieses Spiel", so der Coach.
Bayern-Fans hoffen: Der Spezial-Handschuh stabilisiert Neuer, und die Patzer-Serie endet.





























