Sandro Wagner muss an seinem 38. Geburtstag eine bittere Pleite hinnehmen. Seine Augsburger präsentieren sich beim 0:3 (0:3) in Hoffenheim vor allem vor der Pause ganz schwach.
Sandro Wagner gratulierte artig Partycrasher Christian Ilzer und dessen furiosen Hoffenheimern, seinen 38. Geburtstag hatte sich der Coach des FC Augsburg ganz anders vorgestellt.
Mit finsterer Miene stapfte er an alter Wirkungsstätte übers Feld, nach einer Feier war ihm so gar nicht zumute. Bei seinem Ex-Verein TSG Hoffenheim verlor Wagner mit den Fuggerstädtern hochverdient mit 0:3 (0:3) und kassierte die vierte Niederlage aus den vergangenen fünf Partien.
Damit laufen die Fuggerstädter weiter den gewachsenen Ansprüchen hinterher und stecken im unteren Tabellendrittel fest. "Das war nicht gut in der ersten Halbzeit. Wir müssen uns hinterfragen", sagte Anton Kade bei "Sky". In Durchgang zwei sei es nur noch darum gegangen, sich "nicht abschießen zu lassen". Immerhin das klappte.
Hoffenheim macht vor der Pause alles klar
Bazoumana Touré (16.) und Wouter Burger (26.) stellten für die TSG gegen den Lieblingsgegner früh die Weichen, dazu kam ein Eigentor von Cédric Zesiger (45.). Die Kraichgauer sind mit sechs Spielen ohne Niederlage und dabei 16 von 18 möglichen Punkten derzeit das Team der Stunde und setzen sich in der Spitzengruppe fest.
"Es ist eine schöne Momentaufnahme", sagte Kapitän Oliver Baumann: "Ich bin sehr glücklich. Der Weg, den wir eingeschlagen haben, ist top. So kann es gerne weitergehen." Die TSG habe "ein neues Gesicht, steht für Intensität und tollen Fußball", ergänzte Grischa Prömel. Gegen Augsburg gab es für Hoffenheim in 15 Bundesliga-Heimspielen überhaupt nur eine Niederlage.
Ein Ständchen der Mannschaft bekam Wagner vor dem Spiel nicht, erstmal richtete sich der Fokus voll aufs Sportliche. "Wir gucken, dass wir ihm drei Punkte schenken - und dann holen wir das nach dem Spiel nach", kündigte Mittelfeldspieler Robin Fellhauer mit schelmischem Grinsen vor Anpfiff bei Sky an. Doch dafür tat der FCA viel zu wenig, die Hoffenheimer fanden klar besser ins Spiel.
Erst wurde Fisnik Asllani (9.) aus kurzer Distanz geblockt, dann köpfte Prömel (15.) eine Flanke von Vladimir Coufal knapp vorbei. Doch Sekunden später konzentrierte sich Christian Matsima bei einem langen Pass nur auf seinen direkten Gegenspieler Tim Lemperle, stattdessen ging aber Touré zum Ball und vollendete durch die Beine von Finn Dahmen.
FC Augsburg zu harmlos
Augsburg mühte sich in Folge um Spielkontrolle, kam zu mehr Ballbesitz - doch Gefahr entwickelte nur der Gegner.
Dahmen klatschte einen Prömel-Schuss nach vorne ab, Burger staubte ohne Mühe ab. Im Spiel der Elf von Wagner, der zwischen 2016 und 2018 50 Pflichtspiele für Hoffenheim bestritten hatte, lief nahezu alles schief. Passend dazu wurde Zesiger von Prömel angeköpft und der Ball trudelte ins Tor.
Nach dem Wechsel plätscherte die Partie vor 20.218 Zuschauern vor sich hin. Hoffenheim machte nicht mehr als nötig, Augsburg war aus einer stabilen Defensive heraus um Schadensbegrenzung bemüht. Der vermeintliche Anschlusstreffer von Samuel Essende wurde wegen Abseits nach Eingriff des Videoassistenten zurückgenommen (83.).






























