Mit zehn Punkten aus den ersten sieben Bundesliga-Spieltagen dürfte Eintracht Frankfurt den eigenen Erwartungen zwar ein gutes Stückchen hinterherhinken, die Plätze, die zur Teilnahme am internationalen Geschäft berechtigen, hat die SGE aber weiter im Visier. Der kommende Gegner (Samstag, 25. Oktober, 15:30 Uhr) FC St. Pauli hat nach zuletzt sehr schwachen Leistungen hingegen andere Sorgen - aber auch in Hessen herrscht nicht eitel Sonnenschein.
Platz sieben nach sieben Spieltagen und nur vier Punkte Rückstand auf einen Champions-League-Platz sind aus Sicht von Eintracht Frankfurt weder Fisch noch Fleisch, Anlass für echte Sorgen gibt es in der Mainmetropole dennoch.
Grund dafür ist eine historische Gegentorflut: 18 Mal durften die Kontrahenten der Eintracht bereits über Treffer jubeln, die Hessen kassierten damit die meisten Gegentore der Liga. Damit aber nicht genug: So viele Treffer musste die Eintracht nach sieben Spieltagen in der Bundesliga noch nie hinnehmen - 1964/65 und 1976/77 waren es jeweils 15. Ein Wert, den man nun deutlich übertroffen hat.
Satte 19 eigene Tore, eine Ausbeute, die nur der FC Bayern (27 toppt), sorgen zwar dafür, dass man trotzdem noch nah am oberen Tabellendrittel mitmischt, gegen den FC St. Pauli (Samstag, 25. Oktober, 15:30 Uhr im sport.de-LIVE-Ticker/Highlights direkt im Anschluss auf RTL+) muss sich Frankfurt allerdings deutlich sattelfester zeigen, will man verhindern, dass der Wind in eine deutlich negativere Richtung umschlägt.
Dass der Haussegen bereits in Schieflage geraten ist, beweist die Reaktion auf das jüngste 2:2 gegen den SC Freiburg.
"Es tut weh, so spät einen Ausgleich zu bekommen. Wir haben das Spiel kontrolliert und kriegen durch zwei mehr oder weniger individuelle Fehler zwei Tore. Das ist wirklich ärgerlich heute", wetterte Stürmer Jonathan Burkardt nach der Partie bei "DAZN".
Weitere Fakten Eintracht Frankfurt vs. FC St. Pauli:
- Seit 1996 gab es nur 4 BL-Duelle beider Vereine und Frankfurt blieb dabei unbesiegt (3S 1U). Wettbewerbsübergreifend gewann St. Pauli nur eines der jüngsten 9 Spiele gegen die SGE (3U 5N): im Dezember 2011 mit 2:0 zu Hause in der 2. Liga.
- 7-mal empfing die Eintracht die Paulianer zu einem BL-Spiel in Frankfurt und nie konnten die Norddeutschen gewinnen (4U 3N) - und das, obwohl sie in allen 7 Partien mindestens einen Treffer erzielten. 27 Treffer fielen in jenen 7 Partien, im Schnitt also 3,9 pro Partie.
- Die Trainer der SGE und St. Paulis trafen im Februar 2024 im Europapokal aufeinander, als Alexander Blessin mit Union Saint-Gilloise Dino Toppmöllers Eintracht aus der Europa League warf (2:2 H, 2:1 A in der Zwischenrunde der Europa League).
- Nach einem starken Saisonstart mit einem Remis und zwei Siegen ist die Euphorie auf St. Pauli verflogen. Die letzten vier Ligaspiele gingen alle verloren. 1:8 Tore untermauern den Abwärtstrend.
- Auch bei der Eintracht ist nicht alles eitel Sonnenschein: Saisonübergreifend kassierte man in den letzten 10 Spielen immer mindestens ein Gegentor - darunter das 2:2 gegen St. Pauli am 33. Spieltag der vergangenen Spielzeit.
- In den 7 Spielen mit Frankfurter Beteiligung fielen insgesamt 37 Tore (19 Tore, 18 Gegentore), das ist deutliche Ligaspitze.
- 18 Frankfurt-Gegentore nach 7 Spieltagen sind der schwächste Wert der Liga. So viele Treffer musste die Eintracht nach 7 Spieltagen in der Bundesliga noch nie hinnehmen. 1964/65 und 1976/77 waren es 15.
- St. Paulis Co-Trainer Peter Nemeth spielte 2001/02 eine Saison lang für die Eintracht. Der Slowake bestritt 13 Zweitligaspiele und 2 Partien im DFB-Pokal für die Hessen.
- Die 4 Vorlagen von Frankfurts Fares Chaibi sind gemeinsam mit Luis Diaz (Bayern) und Andrej Ilic (Union) Topwert in der Liga. War der zentrale Mittelfeldspieler an einem Tor beteiligt, verlor die SGE in dieser Saison wettbewerbsübergreifend übrigens noch nie: 3 Siege, 1 Remis.
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