Lange Zeit hatte sich Hans-Joachim Watzke eine finale Entscheidung offen gehalten. Nun gibt es endlich Klarheit: Der BVB-Boss wird offiziell für das Amt als Präsident von Borussia Dortmund kandidieren.
"Bei unserer nächsten Mitgliederversammlung stelle ich mich zur Wahl als Präsident von Borussia Dortmund. Damit folge ich der Bitte der Gremien des BVB", sagte Watzke in einer Stellungnahme am Mittwoch, aus der die "Deutsche Presse-Agentur" zitiert.
Der 66-Jährige scheidet im Herbst aus der Geschäftsführung der Profi-Mannschaft aus. Schon seit geraumer Zeit wurden ihm Ambitionen nachgesagt, danach den Gesamtverein als Präsident zu führen.
Amtsinhaber Reinhold Lunow hatte diese Pläne zuletzt verkompliziert. Lange wurde damit gerechnet, dass Lunow den Weg für seinen ehemaligen Freund frei machen und selbst nicht mehr zur Wahl antreten würde.
Daran fühlte er sich zuletzt aber nicht mehr gebunden. Der Mediziner erklärte, doch noch einmal antreten zu wollen.
Dem BVB droht ein offener Machtkampf
Auf der Mitgliederversammlung im November wird es nun eine Kampfabstimmung geben. Die Monate bis dahin dürften von intensivem Wahlkampf geprägt sein.
Das Tauziehen hatte hinten den Kulissen bereits in den zurückliegenden Monaten begonnen. Einem Bericht der "Ruhr Nachrichten" zufolge hatte Lunow im Mai als Hinweisgeber ein Compliance-Verfahren gegen Watzke angeregt.
Es ging um die Abrechnung von Flügen auf Klubkosten. Das Verfahren wurde im Sommer "ohne Beanstandung" beendet, hieß es.
Watzke betonte in seiner Stellungnahme, dass er die Kandidatur seinem Kontrahenten in einem "persönlichen Gespräch" bereits mitgeteilt habe. Der Wirtschaftsrat und Ältestenrat des Klubs hatten zuvor angekündigt, Watzke unterstützen zu wollen.
Für den Sauerländer ist der Job als BVB-Präsident eine Herzensangelegenheit. "Es wäre mir eine Ehre, wenn ich nach 20 Jahren operativer Tätigkeit unseren Verein in diesem wichtigen Amt weiterhin unterstützen könnte", sagte er.































