Die Fans von Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund gelten als die treuesten überhaupt im deutschen Profi-Fußball. Sowohl bei den Heim- als auch bei den Auswärtsspielen lag die Auslastung der BVB-Anhänger bei 100 Prozent - ein nicht mehr zu toppender Bestwert, der ansonsten nur noch vom FC Bayern erreicht wurde. Um seine überragenden Zuschauerzahlen halten zu können, kommt der Verein seinen Fans nun mit einer besonderen Kostenübernahme entgegen.
Wie die "Ruhr Nachrichten" berichteten, dürfen sich vor allem die treuesten aller BVB-Anhänger über ein finanzielles Entgegenkommen des Vereins freuen, nämlich die Auswärtsfahrer der Champions-League-Spiele.
Bislang erhob Borussia Dortmund eine Vorverkaufsgebühr auf die internationalen Auswärtsspiele des Vereins, die immerhin zehn Prozent des Kartenpreises hoch war. Wie der BVB gegenüber der Zeitung bestätigte, wird diese Vorverkaufsgebühr ab sofort vom Klub übernommen.
Insgesamt kommt dabei auf eine gesamte Saison gesehen eine sechsstellige Summe zustande, die fortan von Borussia Dortmund selbst übernommen wird.
"Die Gespräche mit vielen Fans, auch während der Klub-WM, haben uns nochmal vor Augen geführt, mit welchem finanziellen Aufwand es für sie verbunden ist, wenn sie den BVB international begleiten", meinte BVB-Geschäftsführer Carsten Cramer dazu in den "Ruhr Nachrichten".
"No-Show-Rate" bleibt bestehen
Auch darüber hinaus kommt der BVB seinen zahlreichen Fans an der einen oder anderen Stelle entgegen. Mit dem Verzicht auf die Vorverkaufsgebühr bei internationalen Auswärtsspielen möchten wir dem Rechnung tragen und sehen das als kleine Form der Wertschätzung für unsere Fans an", so Cramer.
Woran die Westfalen weiterhin festhalten, ist die sogenannte "No-Show-Rate" für die Dauerkartenbesitzer. Aufgrund der immens langen Warteliste von derzeit von 45.000 Personen, die auch gerne eine BVB-Dauerkarte hätten, müssen Eigentümer einer Dauerkarte mindestens zwölf der 17 Heimspiele in der Bundesliga auch tatsächlich besuchen.
Andernfalls verliert der Fan seinen Anspruch auf die zukünftige Nutzung der Dauerkarte. "Wir möchten, dass das Stadion nicht nur faktisch ausverkauft ist, sondern die Dauer- und Tageskarten auch wirklich genutzt werden. Wir haben alle nichts davon, wenn die Plätze leer bleiben", meinte Carsten Cramer dazu. In der Fanszene war die "No-Show-Rate" in den letzten Jahren mit großer Mehrheit positiv aufgenommen worden.


























