MLS statt FC Bayern: Für Lothar Matthäus ist Thomas Müllers Wechsel über den Großen Teich "keine Überraschung".
"Ich habe zwar laut Uli Hoeneß nicht alle Tassen im Schrank, aber ich habe schon vor fünf Monaten gesagt, dass ich mir Thomas sehr gut in der MLS vorstellen kann, und ich bin froh, dass er weitermacht", schrieb der Rekord-Nationalspieler in seiner "Sky"-Kolumne.
Müller habe nach wie vor "Spaß am Fußball, er bringt noch Leistung, auch wenn er in Nordamerika vielleicht etwas weniger gefordert wird und der Druck geringer ist", konstatierte der Weltmeister von 1990. "Aber er trägt dort Verantwortung als Aushängeschild des deutschen Fußballs mit Blick auf die WM im kommenden Jahr. Sportlich kann er nach wie vor Akzente setzen. Das ist mir mit 39 Jahren gelungen und das wird Thomas mit 35 Jahren auch gelingen."
Nachdem es lange so aussah, als ziehe es Thomas Müller zum Los Angeles FC, einem Partner-Klub des FC Bayern, machen nun wohl die Vancouver Whitecaps das Rennen.
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"Ich glaube, dass Vancouver besser zu ihm passt als Los Angeles", so Matthäus. "Thomas ist ein Naturmensch, in Vancouver hat er nicht nur das Meer, sondern auch wie in München die Berge in der Nähe. Ich kenne Vancouver, dort kann er super leben. Thomas passt dort hin, er verdient gutes Geld und sammelt Lebenserfahrung, was auch wichtig ist, denn bisher ist er immer nur für ein paar Tage oder Wochen aus München oder Deutschland herausgekommen."
Vancouver statt FC Bayern? Letzte Hürde auf dem Weg zum Müller-Deal
Treibende Kraft hinter Vancouvers Bemühungen um Müller ist der deutsche CEO und Sportdirektor Axel Schuster. Einen möglichen Transfer des Rio-Weltmeisters nannte der frühere Mainzer Weggefährte von Jürgen Klopp und Thomas Tuchel jüngst "eine großartige Sache", betonte zugleich aber: "Wir arbeiten in der Realität."
Ganz perfekt ist Müllers Anstellung in Kanada auch noch nicht. Die Whitecaps müssen dem MLS-Konkurrenten FC Cincinnati noch die so genannten "Discovery Rights", also die Transfer-Rechte für Müller abkaufen. Mehr als 340.000 Euro sollen dafür den Besitzer wechseln.
Auch die MLS forciere den Deal, berichtete "Bild". Zwischen Müller und Vancouver seien demnach nur noch Details zu klären. Ein Vertrag bis Ende 2026 stehe im Raum.































