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"Spa einer der schlechtesten Orte, um auf Pole zu stehen"

Piastri im Sprint mit schlechten Karten gegen Verstappen?

Oscar Piastri: Die Kemmel-Gerade wird ein Schlüssel zum F1-Sprint in Spa
Oscar Piastri: Die Kemmel-Gerade wird ein Schlüssel zum F1-Sprint in Spa
Foto: © MST
26. Juli 2025, 10:34

McLaren-Pilot Oscar Piastri rechnet sich keine allzu großen Chancen aus, Max Verstappens Red Bull mit Low-Downforce-Set-up beim Start des F1-Sprints zum Grand Prix von Belgien 2025 in Schach zu halten - trotz einer beeindruckenden Poleposition, die er am Freitag im Sprint-Qualifying erobert hat. Obwohl er sich die Pole mit einem dominanten Auftritt gesichert hat, hält sich Piastri mit Euphorie über seine Siegchancen zurück.

"Spa ist wahrscheinlich einer der schlechtesten Orte, um auf Pole zu stehen, also ja ... Ist halt so", meint der zurückhaltende Australier nach seiner Rundenzeit, mit der er Max Verstappen um fünf Zehntelsekunden und Teamkollege Lando Norris um sechs distanzierte. "Aber ich denke, das Tempo im Auto war den ganzen Tag über richtig gut, und ich habe mich sehr wohlgefühlt. Hoffentlich gelingt uns ein guter Start, und dann versuchen wir, den Sprint zu gewinnen."

Mit den langen Geraden bis zur Les-Combes-Schikane, unterbrochen nur von der legendären Eau-Rouge-Passage, erwartet Piastri eine große Herausforderung: Verstappen und Norris im Windschatten abzuwehren.

Vielleicht nicht, wenn man sich die jüngere Vergangenheit ansieht. Seit 2017 hat sich die Führung in Spa in Runde 1 nur zweimal verändert: 2018, als Sebastian Vettel Lewis Hamilton mit einem "Slingshot" überholte, und 2023, als Charles Leclerc von Sergio Perez in Les Combes kassiert wurde. Lässt man das chaotische Regenrennen 2021 sowie den nassen Sprint 2023 außen vor, hat der Polesetter in allen anderen Fällen die Führung verteidigt. Öfter war es sogar der Zweitplatzierte, der beim Start unter Druck geriet.

Doch es gibt einige Faktoren, die diese kleine Stichprobe verzerren. So hatte Perez 2022 und 2024 von Platz 2 kommend jeweils miserable Starts, und Verstappen war in den vergangenen drei Jahren wegen regelmäßiger Motorstrafen gar nicht in der ersten Startreihe vertreten. Ein fast schon traditionelles Red-Bull-Muster in Belgien.

Video: Warum Hamilton im Sprint wohl keine Rolle spielen wird

2025 ist das anders. Zudem hat Red Bull, wie schon in Silverstone, ein Set-up mit weniger Abtrieb gewählt, um trotz Zeitverlusten in den langsamen Kurven auf der Gesamtrunde schneller zu sein. McLaren dagegen hat einen neuen Heckflügel mitgebracht, der das Auto aerodynamisch effizienter macht: mehr Abtrieb mit weniger Luftwiderstand. Trotzdem ist Verstappens RB21 auf den Geraden im Schnitt um vier km/h schneller, sowohl auf der Kemmel-Geraden als auch zwischen Blanchimont und der Bus-Stop-Schikane.

Die Telemetrie zeigt: Verstappen verliert vor allem in den langsamen Kurven wie Bruxelles, Fagnes, Stavelot und der letzten Schikane Zeit - allein in Fagnes und Stavelot vier der fünf Zehntelsekunden Rückstand. Dieses Ungleichgewicht sei größer als erwartet, räumt Helmut Marko ein: "Wir dachten, wir wären näher dran. Aber in Sektor 2 verlieren wir allein vier Zehntel. Nicht nur wir, auch die anderen. Wir haben zwar einen Schritt gemacht, aber offensichtlich reicht das nicht, um mit Piastri zu kämpfen."

Selbst wenn Verstappen auf der Geraden vorbeigeht: Kann er den schnelleren McLaren dann wie in Japan lange genug aufhalten? Angesichts des besseren Reifenmanagements und des allgemeinen Tempos von McLaren zweifelt der Niederländer: "Wenn dir fast fünf Zehntel fehlen, macht es keinen großen Unterschied, ob du auf der Geraden ein bisschen schneller oder langsamer bist", sagt er. "Wir müssen einfach unser eigenes Rennen fahren und schauen, was möglich ist."

Fahrerwertung

#FahrerTeamPunkte
1ArgentinienFranco ColapintoAlpine F1 Team0
2FrankreichPierre GaslyAlpine F1 Team0
3SpanienFernando AlonsoAston Martin F1 Team0
4KanadaLance StrollAston Martin F1 Team0
5FinnlandValtteri BottasCadillac F1 Team0

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