Der Knall um die Entlassung von Christian Horner bei Red Bull erschüttert die Formel 1. Was sind seine künftigen Job-Optionen in der Motorsport-Königsklasse?
Red Bull hat mitten in der Saison die Reißleine gezogen uns sich von Teamchef Christian Horner getrennt. Während bei den Roten Bullen vorerst Laurent Mekies das Zepter übernimmt, ist Horner nun erstmal arbeitslos.
Als langjähriger Chef bei Red Bull inklusive vieler WM-Titel dürfte es aber nur eine Frage der Zeit sein, bis der Brite wieder in der Formel 1 aufschlägt.
In den vergangenen Monaten wurde Horner von italienischen und deutschen Medien mit Ferrari in Verbindung gebracht. Dort steht Team-Capo Frederic Vasseur ebenfalls unter Druck.
"Sky Sports" berichtet, dass Horner bis Ende des Jahres eine Auszeit nehmen will. Eine Rückkehr in die Motorsport-Königsklasse wäre also erst 2026 realistisch.
Wäre dann Ferrari tatsächlich eine Option?
Sky-Experte Karun Chandhok geht nicht von einem Wechsel zur Scuderia aus.
"Diese Gerüchte über Ferrari sind in den letzten zehn Jahren immer wieder aufgetaucht", sagte er im Podcast "The F1 Show".
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"Ich denke, Ferrari wird versuchen, sein eigenes Ding zu machen. Und es gibt noch eine Menge anderer Faktoren, die eine Rolle spielen. Will Christian in dieser Phase seiner Karriere und seines Lebens alles umkrempeln?"
Auch eine Zusammenarbeit mit dem ewigen Rivalen Lewis Hamilton erscheint momentan eher unwahrscheinlich. Hamilton hat noch bis Ende 2026 einen Vertrag bei den Italienern.
"Ich denke, dass eine Kombination von Christian und Adrian Newey für Ferrari ein viel attraktiveres Paket wäre. Ich könnte mir eher vorstellen, dass er bei Alpine landet, als dass er jetzt bei Ferrari landet", so Chandhok.
Formel 1: Horner-Reunion mit Newey?
Bei den Franzosen machte Oliver Oakes im Mai den Abgang, in den vergangenen Jahren gab es dort viele Veränderungen. Steve Nielsen leitet die operativen Aufgaben, De-Facto-Teamchef ist aber Flavio Briatore, der auch Berater des Rennstalls ist.
"Alpine ist ein anderes britisches Team, Flavio ist dort, mit einem Team, das wie Red Bull ist", erläuterte "Sky"-Reporter Ted Kravitz.
"In der Tat haben sich die meisten von Enstone und Milton Keynes in gewisser Weise zusammengeschlossen. Viele Leute in Enstone sind Ex-Red Bull und umgekehrt. Für Horner wäre es viel einfacher, dorthin zu gehen", so der Fachmann.
Und dann gibt es ja noch Aston Martin. Dort arbeitet seit diesem Jahr auch Ex-Red-Bull-Mann Adrian Newey als Design-Guru. Eine Wiedervereinigung des Duos Horner/Newey klingt in den Ohren von Aston-Martin-Chef Lawrence Stroll womöglich sehr verlockend. Zu Beginn des Jahres hatte dort aber erst Andy Cowell als Teamchef übernommen.



