Das Aus von Red-Bull-Teamchef Christian Horner hat am Mittwoch zahlreiche Reaktionen hervorgerufen und weltweite Schlagzeilen produziert. In einer ersten Stellungnahme äußerte sich auch das Verstappen-Lager zum Aus des Briten. Die Worte lassen tief blicken.
Kein Bedauern, kein Dankeschön, nicht mal ein auf Wiedersehen und alles Gute: Verstappen-Manager Raymond Vermeulen hat sich am Mittwoch mit einer wahren Eiskalt-Botschaft vom langjährigen Red-Bull-Teamchef Christian Horner verabschiedet.
"Wir wurden vom Red-Bull-Management im Vorfeld darüber informiert, dass diese Entscheidung getroffen wurde", teilte Vermeulen der niederländischen Zeitung "De Telegraaf" in einer ersten Stellungnahme mit.
Der Verstappen-Vertraute weiter: "Es ist die Aufgabe von Red Bull, weitere Erklärungen zu den Gründen abzugeben. Wir schauen weiter auf die sportliche Seite und hoffen auf mehr Performance, damit wir an die Spitze zurückkehren können. In dieser Hinsicht hat sich nichts geändert."
Formel 1: Letzter Fürsprecher rückt von Horner ab
Wenn es noch leichte Restzweifel am ge- bzw. völlig zerstörten Verhältnis zwischen Horner und dem Verstappen-Lager gegeben haben sollte, so dürften diese mit Vermeulens nüchternem Statement ausgeräumt sein.
Red Bull hatte die Trennung von Horner am Mittwoch offiziell verkündet und damit lediglich das bestätigt, was schon seit Monaten spekuliert wurde: dass der Brite im Machtkampf mit Verstappen und der Konzernspitze den Kürzeren ziehen könnte.
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Laut "De Telegraaf"-Angaben ist mit dem thailändischen Anteilseigner Chalerm Yoovidhya zuletzt auch der letzte mächtige Fürsprecher von Horner abgerückt. "Selbst er hatte nun das Gefühl, dass es reicht", schrieb die für gewöhnlich gut informierte Zeitung angesichts des sportlichen Absturzes des Rennstalls, der schon zur Halbzeit der Formel-1-Saison 2025 keine realistischen Chancen mehr auf den WM-Titel hat.



