
In einem Schlusssprint hat Marta Bastianelli nicht unbedingt die besten Reserven, aber vor allem das beste Timing. Die Italierin sichert sich Gold, Silber geht an Marianna Vos aus den Niederlanden. Auf dem dritten Platz rollt Lisa Brennauer ins Ziel und freut sich über die Bronzemedaille.
Alles deutete auf einen Zweikampf hin, die beiden Ausreißer hatten bereits 42 Vorsprung. Doch den beiden geht die Luft aus, es läuft doch tatsächlich auf einen Massensprint hinaus.
Anna van der Breggen und Emisa Longo Borghini starten einen letzten Angriff und können sich tatsächlich absetzen. Es scheint auf ein Zweikampf um Gold hinauszulaufen. Die restlichen Verfolger haben sich nun wieder zu einem Haupfeld zusammengeschlossen.
So ganz nachzuvollziehen ist es nicht, doch im Hauptfeld machen nun die Niederländerinnen die Führungsarbeit. Und das, obwohl sie in der Zwischengruppe gleich zwei Fahrerinnen haben. Durch die Tempoverschärfung rückt das Peloton neun Kilometer vor dem Ende immer näher heran
Zum letzten Mal geht es auf die rund 14,5 km lange Runde. An der Spitze liegt ein Trio aus der Italienerin Longo, der Britin Rowe und Anna van der Breggen aus den Niederlande. Knapp dahinter haben sich Aude Biannic und Floortje Mackaij aus dem Hauptfeld abgesetzt. Dieses ist mittlerweile stark ausgedünnt, aus dem deutschen Lager sind lediglich Liane Lippert und Breannauer vertreten. Im Peloton ist man sich uneinig ob der Führungsarbeit. Keine guten Voraussetzungen für die Aufholjagd.
Weniger als 30 km sind noch zu fahren und es gibt eine Führungswechsel. Während die beiden Ausreißerinnen vom Hauptfeld einkassiert wurden, konnten sich gleich drei Fahrerinnen absetzen. Alice Barnes, Elena Cecchini und Chantal Blaak nutzten die Gunst der Stunde und fahren nun rund 30 Sekunden vor dem Peloton.
Floortje Mackaij entwischt nun dem Hauptfeld und schnappt sich im Alleingang Sophie Wright. Die beiden Fahrerinnen sind nun im Duett unterwegs und führen aktuell rund 20 Sekunden vor dem Peloton. Reicht das?
Das Hauptfeld hat den Rückstand auf Sophie Wright auf eine gute Minute verkürzen können. Angeführt wird das Peloton vom deutschen Team, dass kontrolliert versucht, den Rückstand weiter schrumpfen zu lassen und Angriffe zu verhindern.
Nachdem für Lisa Klein der Ausflug nach vorne nun beendet ist, fährt das gesamte Hauptfeld nun Sophie Wright hinterher. Einigen reicht das aber nicht, immer wieder gibt es kleinere Angriffe, ein neuer Ausreißer konnte sich bislang aber nicht finden.
Sophie Wright gibt an der Spitze weiter richtig Gas und kann sich so 90 Sekunden Vorsprung auf den zweiten Rang erkämpfen. Auf selbigem liegt immer noch Lisa Klein, die wohl in naher Zukunft wieder vom Hauptfeld geschluckt werden wird.
Das Hauptfeld erhöht das Tempo unter der Führung des britischen Teams, dass auf das Gaspedal tritt, obwohl eine Teamkollegin vorne weg fährt. Zwei der Drei Verfolger von Klein und Wright werden dementsprechend einkassiert, einzig die Französin Juliette Labous jagt Klein und Wright im Alleingang hinterher.
Lisa Klein startet einen Angriff und kann sich aus ihrer Verfolgergruppe lösen. Die Deutsche jagt nun im Alleingang der Führenden Sophie Wright hinterher. 36 Sekunden hat sie Rückstand auf die Britin.
Mittlerweile hat die Britin Sophie Wright die Flucht ergriffen und fährt alleine vorne weg. Lisa Klein ist nun wie die anderen drei verbliebenen Teilnehmer der Spitzengruppe in der Verfolgung.
Die kleine Gruppe um Lisa Klein, die inzwischen auf fünf Fahrerinnen geschrumpft ist, hat aktuell einen Vorsprung von knapp anderthalb Minuten auf das Hauptfeld. In dieser Phase des Rennen beginnen auch die Diskussionen in der Spitzengruppe, wer die Führung übernimmt und wie weit noch vorne weg gefahren werden soll. Neben Lisa Klein bilden die Niederländerin Lucinda Brand, die Britin Sophie Wright, die Französin Juliette Labous und die Italienerin Nadia Quagliotto die Teilnehmer der Spitzengruppe. Damit sind nahezu alle Top-Nationen in dieser Sportart vertreten.
Für die deutschen Fahrerinnen läuft das Straßenrennen bislang sehr beachtlich. Während vorne in der Spitzengruppe mit Lisa Klein eine Vertreterin postiert ist, wird auch das Hauptfeld unter anderem von Lisa Brennauer und Co. angeführt.
Bei noch knapp 98 zu fahrenden Kilometern hat sich vorne eine kleine Gruppe von sechs Fahrerinnen etwas absetzen können. Darunter ist mit Lisa Klein auch eine deutsche Vertreterin. Noch ist der Abstand zur großen Gruppe jedoch noch nicht groß genug, um von ersten Medaillenkandidaten zu sprechen.
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