Schnell, aber auch schön? Mercedes' F1-Boliden im Wandel der Zeit
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Schnell, aber auch schön? Die Mercedes-Boliden
2010 kehrte Mercedes als Werksteam in die Formel 1 zurück. Nach drei Jahren Anlaufzeit begann eine Ära der Dominanz: Seit 2014 gewannen die Silberpfeile sowohl die Fahrer- als auch die Konstrukteursmeisterschaft - mit Ausnahme der letzten zwei Saisons, als sich Red-Bull-Pilot Max Verstappen zum Champion krönte. Unsere Diashow zeigt alle Mercedes-Boliden seit dem F1-Comeback.
2010: MGP W01
Nicht nur Mercedes kehrte 2010 auf die Formel-1-Bühne zurück, sondern auch Fahrerlegende Michael Schumacher. Vier Jahre nach seinem Rücktritt stand der siebenmalige Weltmeister neben Nico Rosberg als Fahrer beim Werksteam wieder auf dem Grid. Viel mehr als Aufbauhilfe konnte "Schumi" jedoch nicht leisten.
2011: MGP W02
Satte sieben Ausfälle musste das Stuttgarter Team in seiner zweiten Saison verkraften und blieb auch deswegen ohne Podium - anders als noch im Comeback-Jahr, wo Nico Rosberg drei Mal Dritter wurde. Auch optisch war der 2011er-Wagen kein Hingucker.
2012: F1 W03
2012 war eine einzige Achterbahnfahrt für die Silberpfeile. Rosberg holt in China den ersten Sieg nach dem Comeback und wird vor seiner Haustür in Monaco Zweiter. "Schumi" steht beim GP von Europa letztmals auf dem Podium, scheidet aber sieben Mal aus. Dieses Foto ist eines der letzten von ihm in einem Formel-1-Auto.
2013: F1 W04
Der Tiefpunkt ist überstanden, es geht bergauf. Auch dank Lewis Hamilton, der nun zum Team gestoßen ist. Die überarbeitete Version des Vorjahresmodells, die letzte in der V8-Ära, funktioniert. Drei Siege, ein zweiter Platz und fünf Mal Rang drei ergeben am Ende Rang zwei in der Konstrukteurswertung.
2014: F1 W05 Hybrid
Mit dem Beginn der Hybrid-Ära ist Mercedes zurück auf dem Gewinnerthron. Und mit ihnen Lewis Hamilton, der nicht nur elf von 19 Rennen, sondern damit auch zum zweiten Mal den WM-Titel gewinnt. Doch das ist nur der Anfang der schier endlosen Silberpfeil-Siegesserie.
2015: F1 W06 Hybrid
Auch 2015 lag Designer Aldo Costa mit seinem Konzept goldrichtig: Optisch deutlich ans Reglement angepasst ist die Weiterentwicklung des Vorgängers erneut ein Weltmeisterauto, mit dem beide Piloten wunderbar zurecht kommen. Wieder heißt der beste Fahrer Lewis Hamilton.
2016: F1 W07 Hybrid
2016 gab es dann Spannung bis zur letzten Runde - und ein Teamduell, in dem es knallte. Im wörtlichen Sinne nämlich in Spanien, als sich Hamilton und Rosberg gegenseitig abschossen. Nach einem Motorschaden in Malaysia gewann der Brite zwar vier der letzten fünf Rennen, doch Rosberg hielt ihn in Schach und holte sich den Titel. Kurz darauf trat er zurück.
2017: F1 W08 EQ Power+
Neuer Name, neues Konzept und ein neuer Fahrer: Halb-Finne Rosberg wird von Valtteri Bottas ersetzt. Der holt zwar drei Saisonsiege, wird jedoch von seinem Teamkollegen Hamilton, der seinen vierten WM-Titel einfährt, in Grund und Boden gefahren.
2018: F1 W09 EQ Power+
Noch deutlicher als in seinem ersten Jahr ist Bottas 2018 als Wingman für Hamilton gefragt, der sich lange Zeit mit Sebastian Vettel um die Fahrerkrone streitet. Schlussendlich siegt einmal mehr der Engländer, der mit seinem fünften Titel mit dem legendären Juan Manuel Fangio gleichzieht.
2019: F1 W10 EQ Power+
Bis auf die Rennen in Spielberg, Hockenheim, Singapur und Sau Paulo lief für Mercedes auch in der Saison 2019, trotz des neuen Halos, alles wie gehabt: Hamilton wird zum sechsten Mal Champion, das Team ebenso. Und genau deshalb kupfern die Kollegen von Racing Point den Wagen für ihr 2020er-Modell schamlos ab.
2020: F1 W11 EQ Performance
Bei den Testfahrten im Februar sah auch das 2020er-Modell mehr als vielversprechend aus. Mercedes blieb das Team, das es zu schlagen galt.
2020: Mercedes F1 W11 mit neuer Livery
Kurz vor Saisonstart präsentiert Mercedes dann eine neue Livery, die das Auto fast komplett in schwarz hüllt. "Die Silberpfeile werden in der gesamten Saison 2020 in schwarz antreten, um unser klares Engagement für mehr Vielfalt in unserem Team und unserem Sport zu demonstrieren", erklärte Teamchef Toto Wolff. Im "schwarzen Silberpfeil" holt Hamilton seinen siebten WM-Titel.
2021: Mercedes F1 W12 E Performance
Etwas mehr Silber in der Heckpartie sticht im ansonsten erneut schwarzen Mercedes für die Saison 2021 ins Auge. Auf der Strecke muss sich Hamilton in einem hochdramatischen wie kontroversen Saisonfinale Max Verstappen geschlagen geben.
2022: Mercedes-AMG F1 W13 E Performance
Neue Regularien bringen 2022 größere Reifen, veränderte Flügel und damit wohl bessere Überholmöglichkeiten in die Formel 1. Allein rein optisch verändern sich die Rennautos enorm. Dazu kommt: Mercedes schickt seine Fahrer Hamilton und Russell nach zwei Jahren in schwarz wieder in Silberpfeilen auf die Rennstrecken dieser Welt.
2023: Mercedes-AMG F1 W14 E PERFORMANCE
Die auffälligste Maßnahme ist aber sicherlich die "Lackierung", die wie in den Jahren 2020 und 2021 wieder schwarz sein wird. Mercedes hat sich zudem dafür entschieden, das grundlegende Konzept des Vorgängerautos zu behalten. Stattdessen konzentrierte man sich auf die Kernbereiche der Performance.
2023: Mercedes-AMG F1 W14 E PERFORMANCE
Drei Detailbilder des neuen F1-Boliden für die kommende Saison