Noten und Einzelkritik zum Großen Preis der Emilia Romagna in Imola
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Noten und Einzelkritik zum Großen Preis der Emilia Romagna in Imola
Mit einer brillanten Leistung gewinnt Max Verstappen den Großen Preis der Emilia Romagna in Imola. Lando Norris und Oscar Piastri sorgen für ein doppeltes McLaren-Podium, während Ferrari mit P4 und P6 Schadensbegrenzung betreibt. Ein großer Gewinner des Tages ist auch Williams-Pilot Alex Albon. Alle F1-Stars in der Einzelkritik:
Ausfall: Esteban Ocon (Haas) - Keine Note
Positionierte sich im Startgetümmel optimal und konnte zwei Positionen gutmachen. Ging noch in der Startrunde zum Reifenwechsel. Fuhr fortan einsam am Ende des Feldes seine Runden. Diese waren trotz dieser Offset-Strategie alles andere als berauschend. Musste das Auto dann in Runde 29 ausgangs der Tosa mit einem Problem abstellen.
Ausfall: Kimi Antonelli (Mercedes) - Keine Note
Entschied sich bei seinem ersten Heim-GP für den harten Reifen am Start, bei dem er an Hamilton vorbeischlüpfte. Diesen konnte er auch ohne eigenes DRS recht problemlos hinter sich halten. Musste das Rennen dann in Runde 46 mit einem technischen Problem vorzeitig aufgeben.
18. Platz: Oliver Bearman (Haas) - Note: 4,0
Begann das Rennen auf dem harten Reifen und kam mit diesem zumindest besser zurecht als sein Teamkollege. Viel mehr gute Nachrichten gab es für ihn und das Haas-Team allerdings nicht. Die Safety-Car-Phase und das Zurückrunden kaschierten, wie groß der eigentliche Rückstand war.
17. Platz: Gabriel Bortoleto (Kick Sauber) - Note: 5,0
Musste trotz besserer Startposition als Teamkollege Hülkenberg einiges an Lehrgeld zahlen. War auf den Mediums zu Beginn langsam und reifenfressend unterwegs, wodurch er früh zum Service musste. Die einzig gute Nachricht für ihn war das späte Safety Car, das ihn vor Überrundungen und einem noch größeren Rückstand bewahrte.
16. Platz: Franco Colapinto (Alpine) - Note: 5,0
Kam nicht gut ins Rennen: Sah zunächst gegen Hülkenberg nicht gut aus und hatte in Runde 8 dann einen Ausritt zwischen den Rivazzas. Blieb für den Rest des Rennens zwar unauffällig, aber auch unterm Strich zu langsam. Und das so, dass er seinen Teamkollegen durchlassen musste.
15. Platz: Lance Stroll (Aston Martin) - Note: 4,5
War in der ersten Rennhälfte gewohnt unsichtbar, machte allerdings auch keine Fehler. Das Blatt wendete sich dann mit dem Wechsel auf den harten Reifen und das Fehlen des DRS-Zugs, ohne den er sukzessive nach hinten gereicht wurde.
14. Platz: Liam Lawson (Racing Bulls) - Note: 4,5
Legte einen der frühesten und mit 2,2 Sekunden auch schnellsten Stopps hin. Auf der Strecke fiel er dann erstmals in Runde 16 mit einem DRS-Manöver gegen Bortoleto auf. Blieb für den Rest des Rennens allerdings komplett unsichtbar.
13. Platz: Pierre Gasly (Alpine) - Note: 4,5
Geriet früh gegen Leclerc unter Druck und leistete sich in Runde 3 in Piratella einen Ausritt ins Kiesbett, durch den er vier Positionen verlor. Musste dann bereits am Ende der neunten Runde zum Reifenwechsel. Konnte aus beiden Safety-Car-Phasen keinerlei Kapital schlagen und beendete einen enttäuschenden Rennsonntag fernab der Punkteränge.
12. Platz: Nico Hülkenberg (Kick Sauber) - Note: 3,0
Düpierte trotz härterer Reifen Colapinto in der Startrunde in Piratella. Rutschte in Folge der frühen Boxenstopps bereits im ersten Rennviertel in die Top Ten und erfreute sich dort viel freier Fahrt. War einer der größten Profiteure der VSC-Phase. Den zwischenzeitlichen zehnten Platz musste er aber gleich zwei Mal wieder abgeben.
11. Platz: Fernando Alonso (Aston Martin) - Note: 3,5
Hielt in der Anfangsphase gut im DRS-Zug mit, ehe er zum Stopp fuhr. Dort loderte kurzzeitig ein Feuer auf beiden Vorderbremsen auf. Mit diesem Stopp endeten aber auch die guten Nachrichten: Ähnlich wie sein Teamkollege wurde er in freier Fahrt und ohne DRS-Zug nach hinten gereicht. Betrieb mit dem zweiten Stopp unter Safety Car Schadensbegrenzung.
10. Platz: Yuki Tsunoda (Red Bull) - Note: 4,0
Startete nach seinem Quali-Crash aus der Boxengasse. War lange Zeit kein Faktor und konnte auch Piastri nicht viel Zeit kosten. Rempelte in Runde 33 Sainz, der ihn überholen wollte, an den Vorderreifen. Seine Manöver gegen Stroll und Hülkenberg verliefen geräuschlos, wäre ohne die Safety-Car-Phasen nicht in die Punkte gefahren.
9. Platz: Isack Hadjar (Racing Bulls) - Note: 2,0
Fiel am Start aus den Punkterängen, blieb aber bis zu den Stopps seiner Vorderleute Teil des DRS-Zugs. Passte in freier Fahrt gut auf seine Reifen auf, sodass er bis zur VSC-Phase durchhielt und dadurch auf Rang fünf nach vorne rutschte. Ging unter Safety Car erneut zum Reifenwechsel.
8. Platz: Carlos Sainz (Williams) - Note: 2,5
Zog zu Rennbeginn seinen Teamkollegen gut mit, wurde dann vom Team aber aufgrund der Boxenstopps seiner Konkurrenten ebenfalls früh an die Box geholt. Musste daher während des VSC zum zweiten Mal an die Box, was ihn jedoch nur kurzzeitig zurückwarf. Schnelle Pace in freier Fahrt und Stärke im Zweikampf bescherten ihm P8.
6. Platz: George Russell (Mercedes) - Note: 3,0
Konnte das Tempo des Spitzenduos von Beginn an nicht mitgehen und musste sich daher gegen Norris wehren. Weil ihm das spürbar Reifen-Performance kostete, wurde er zum verfrühten Stopp gezwungen. Meldete zur Rennmitte Probleme an der Hinterachse, wodurch das Auto nicht gerade fuhr. Bewältigte die Probleme aber ordentlich und rettete P6.
6. Platz: Charles Leclerc (Ferrari) - Note: 3,5
Schlüpfte am Start vorbei an Hadjar und somit zumindest auf den letzten Punkteplatz. Setzte bereits in Runde 11 auf einen Undercut und konnte auf frischen Reifen mächtig Boden gutmachen. Hatte bei beiden Safety Cars Pech, weil sie seine Aufholjagd bremsten und er hintenraus auf sehr alten Reifen unterwegs war.
5. Platz: Alex Albon (Williams) - Note: 1,5
Musste seine Qualitäten als Reifenflüsterer unter Beweis stellen und konnte die VSC-Phase zu einem günstigen Stopp nutzen konnte. Fuhr dadurch einige Runden lang sogar auf dem dritten Platz. Kämpfte in der zweiten Rennhälfte keine Kämpfe, die er nicht gewinnen konnte. Leclercs zu hartes Verteidigen kostete ihn möglicherweise P4.
4. Platz: Lewis Hamilton (Ferrari) - Note: 2,5
Entschied sich beim ersten Heim-GP für Ferrari für den harten Reifen am Start. Hing allerdings von Beginn an hinter Antonelli fest und fand bis zur 35. Runde keinen Weg am Italiener vorbei. Tat sich gegen Hadjar wenig später und in der Schlussphase gegen Russell dann deutlich leichter. Schlug hintenraus gekonnt Kapital aus dem Leclerc-Albon-Duell.
3. Platz: Oscar Piastri (McLaren) - Note: 3,0
War sich beim Anbremsen für Tamburello augenscheinlich zu sicher und musste Verstappen zunächst ziehen lassen. Verlor in den Folgerunden über zwei Sekunden auf den Führenden und ging früh an die Box, wodurch er sich aber auch durch den Verkehr kämpfen musste. Büßte hintenraus auf alten Reifen auch noch Platz 2 ein.
2. Platz: Lando Norris (McLaren) - Note: 2,0
Kam am Start nicht an Russell vorbei, legte ihn sich dann nach zehn Runden aber schön zurecht und überholte ihn außen rum in der Villeneuve-Schikane. Hatte nach den Stopps von Piastri und Russell viel freie Fahrt, die er auch zu nutzen wusste. Rutschte durch das VSC auf P2 nach vorne. Die Position musste er sich nach dem Safety Car und dem zweiten Stopp wieder holen.
1. Platz: Max Verstappen (Red Bull) - Note: 1,0
Schien bereits am Start geschlagen, kassierte dann aber in beispielloser Manier auf dem Weg in Tamburello Russell und Piastri ein. Ließ sich auch von deren Undercuts nicht stressen und fuhr kontrolliert und reifenschonend seine Pace. Wurde dafür in der VSC-Phase "belohnt", die ihm die Führung absicherte. Meisterte auch den Safety-Car-Restart gekonnt.