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Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es hinaus – diese Erkenntnis haben jetzt auch mal wieder die Verantwortlichen des FC Bayern machen müssen. Nach dem Rumumschlag von Karl-Heinz Rummenigge gegen die "sogenannten Experten" und der Attacke von Uli Hoeneß gegen Borussia Dortmund haben die Bosse nun die Retourkutsche bekommen. Ob sie daraus lernen, und in Zukunft respektvoller mit Kollegen und Konkurrenten umgehen?
"Das kann man derzeit offensichtlich nicht erwarten", mutmaßt BVB-Boss Hans-Joachim Watzke mit Blick auf die Aussage von Präsident Hoeneß, Dortmund sei im Gegensatz zu den Münchnern nur ein besserer Provinzverein. "Ich spreche stets mit allerhöchstem Respekt von den Leistungen der Bayern in den letzten Jahrzehnten", sagte Watzke der 'Bild': "Ich würde mir wünschen, dass für die Arbeit der letzten Jahre in Dortmund auch etwas davon zurückkommt." Es wird wohl ein Wunsch bleiben.
Mit Lobliedern auf die Konkurrenz haben die Verantwortlichen an der Säbener Straße ohnehin schon immer gegeizt, doch momentan scheinen Hoeneß und Rummenigge besonders streitsüchtig zu sein. Während der Präsident nicht müde wird, Giftpfeile gen Dortmund zu jagen, hat sich Rummenigge in den letzten Tagen auf die TV-Experten eingeschossen. Erst die Kritik an Mehmet Scholl und Oliver Kahn, die sich mit ihren Analysen nicht eine Zukunft beim FC Bayern verbauen sollen, dann pinkelte der Vorstands-Boss dem ehemaligen Bayern-Profi Thomas Berthold ans Bein – doch der pinkelt zurück.
Die Frage scheint durchaus berechtigt, aber noch viel berechtigter ist die Erkenntnis, dass Hoeneß und Rummenigge momentan ziemlich dünnhäutig sind. "Mir fällt auf, dass die Bayern derzeit allgemein sehr empfindlich auf Kritik reagieren", sagte Berthold und spricht vielen neutralen Beobachtern aus dem Herzen: "Rummenigge müsste in seiner Position als Vorstandvorsitzender viel souveräner agieren."
Ihre sportliche Souveränität haben die Bayern in den vergangenen beiden Jahren an Borussia Dortmund verloren - doch einsehen will das in München niemand. "Die Tradition aus 30 Jahren wahnsinniger Erfolge wird der BVB nie, nie, nie aufholen können. Dafür müsste Dortmund noch zehn Mal hintereinander Meister werden, um vielleicht populärer zu werden", hatte Hoeneß gesagt - und vielleicht einfach seine Ängste beschrieben?
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Unbelehrbare Bayern-Bosse bekommen ihr Fett weg
14.09.12
Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß haben für ihre teils derbe Kritik die Retourkutsche bekommen.
Foto: dpa bildfunk
Foto: dpa bildfunk
"Das kann man derzeit offensichtlich nicht erwarten", mutmaßt BVB-Boss Hans-Joachim Watzke mit Blick auf die Aussage von Präsident Hoeneß, Dortmund sei im Gegensatz zu den Münchnern nur ein besserer Provinzverein. "Ich spreche stets mit allerhöchstem Respekt von den Leistungen der Bayern in den letzten Jahrzehnten", sagte Watzke der 'Bild': "Ich würde mir wünschen, dass für die Arbeit der letzten Jahre in Dortmund auch etwas davon zurückkommt." Es wird wohl ein Wunsch bleiben.
Mit Lobliedern auf die Konkurrenz haben die Verantwortlichen an der Säbener Straße ohnehin schon immer gegeizt, doch momentan scheinen Hoeneß und Rummenigge besonders streitsüchtig zu sein. Während der Präsident nicht müde wird, Giftpfeile gen Dortmund zu jagen, hat sich Rummenigge in den letzten Tagen auf die TV-Experten eingeschossen. Erst die Kritik an Mehmet Scholl und Oliver Kahn, die sich mit ihren Analysen nicht eine Zukunft beim FC Bayern verbauen sollen, dann pinkelte der Vorstands-Boss dem ehemaligen Bayern-Profi Thomas Berthold ans Bein – doch der pinkelt zurück.
Berthold: Bayern reagieren momentan sehr empfindlich
Er wolle sich zwar nicht auf das Niveau von Rummenigge begeben, die Kritik an seiner Person aber auch nicht auf sich sitzen lassen. "Rummenigge hat die Zusammenhänge nicht verstanden. Ein Spieler kann doch zu teuer sein, selbst wenn er Gold wert ist", sagte der Weltmeister von 1990, der infrage gestellt hatte, ob die Münchner für 40-Millionen-Mann Javi Martinez nicht zu viel Geld auf den Tisch gelegt haben. "Wenn der Marktwert 20 Millionen Euro beträgt, und man gibt 40 Millionen Euro aus, ist das dann eine unternehmerische Glanzleistung?", wird Berthold von Sport1 zitiert.Die Frage scheint durchaus berechtigt, aber noch viel berechtigter ist die Erkenntnis, dass Hoeneß und Rummenigge momentan ziemlich dünnhäutig sind. "Mir fällt auf, dass die Bayern derzeit allgemein sehr empfindlich auf Kritik reagieren", sagte Berthold und spricht vielen neutralen Beobachtern aus dem Herzen: "Rummenigge müsste in seiner Position als Vorstandvorsitzender viel souveräner agieren."
Ihre sportliche Souveränität haben die Bayern in den vergangenen beiden Jahren an Borussia Dortmund verloren - doch einsehen will das in München niemand. "Die Tradition aus 30 Jahren wahnsinniger Erfolge wird der BVB nie, nie, nie aufholen können. Dafür müsste Dortmund noch zehn Mal hintereinander Meister werden, um vielleicht populärer zu werden", hatte Hoeneß gesagt - und vielleicht einfach seine Ängste beschrieben?
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