Am Montag hat Julian Nagelsmann bekanntgegeben, dass Joshua Kimmich vom FC Bayern neuer Kapitän der deutschen Fußball-Nationalmannschaft sein wird. Mit der Entscheidung ist Lothar Matthäus grundsätzlich zufrieden. Einen Kritikpunkt hat der 63-Jährige dennoch.
Kimmich sei "die logische und richtige Wahl", schrieb Matthäus in seiner "Sky"-Kolumne. "Sein Standing, seine Leistung und seine Erfahrung sprechen für sich. Er legt auch verbal mal den Finger in die Wunde und das darf er jetzt als Kapitän erst recht", erklärte der Rekordnationalspieler.
Auch beim FC Bayern traut Matthäus Kimmich die Kapitänsrolle zu: "Ich habe schon vor Jahren gesagt, dass Joshua Kimmich der kommende DFB-Kapitän sein wird und so ist es nun auch gekommen. Sollte er länger bei Bayern spielen als Manuel Neuer, dann wird er auch im Klub in Zukunft die Binde tragen."
Laut Bundestrainer Julian Nagelsmann ist Kimmich der "logische" Nachfolger, war er hinter Ilkay Gündogan und Manuel Neuer doch schon bei der zurückliegenden Europameisterschaft dritter Kapitän.
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Stellvertreter des 29-Jährigen beim DFB-Team sind Antonio Rüdiger und Kai Havertz.
Dem Mannschaftsrat gehören neben dem neuen Kapitäns-Trio Jonathan Tah, Pascal Groß, Niclas Füllkrug und Marc-Andre ter Stegen an - eine Auswahl, die Matthäus nicht unbedingt gefällt.
"Vor allem fällt mir aber auf, dass kein richtig junger Spieler mit mehr Verantwortung ausgestattet wurde. Da denke ich vor allem an Musiala", so der Weltmeister von 1990.
Spieler aus der Generation des Offensivspielers vom FC Bayern würden eine andere Sprache sprechen als die knapp 30-Jährigen. "Es wäre eine sehr wertvolle Erfahrung gewesen mit Blick auf die Zukunft und er hätte Themen aus den Sitzungen in den Kreis der Jüngeren getragen", schrieb Matthäus: "Das finde ich etwas schade, aber ansonsten kann ich die Wahl grundsätzlich nachvollziehen."









