Suche Heute Live
Bundesliga
Artikel teilen

Bundesliga
Fußball
(M)

Wild Wild Westfalenstadion

Das irre BVB-Spektakel, das Klopp zum Staunen brachte

Jürgen Klopp umarmt Mats Hummels nach dem wilden 4:4
Jürgen Klopp umarmt Mats Hummels nach dem wilden 4:4
Foto: © imago sportfotodienst
06. April 2024, 07:07

Wenn Borussia Dortmund auf den VfB Stuttgart trifft, dann wird es oft rasant. So rasant wie am 30. März 2012 aber wurde es wohl nie. Im Dortmunder Westfalenstadion entwickelte sich die Partie der Traditionsklubs zu einem der irrsten und spektakulärsten der 2010er Jahre. Ein späterer BVB-Stürmer stellte sich damals ins Schaufenster.

"Da sind Sachen passiert, die passieren eigentlich nicht." Jürgen Klopp stand auch noch lange nach Abpfiff kopfschüttelnd in der Mixed Zone und ließ das unglaubliche 4:4 von Borussia Dortmund gegen den VfB Stuttgart mit einem Grinsen Revue passieren.

"Pöhler" stand auf seiner legendären Käppi. Und genau das war das Spiel auch: Ein legendärer Kick für Pöhler. Wild Wild West im Westfalenstadion.

Dabei fing alles recht normal an.

VfB in Dortmund: Binnen acht Minuten kippt alles

Titelverteidiger Borussia Dortmund, damals mit fünf Punkten Vorsprung auf den FC Bayern Tabellenführer, machte das Spiel und ging in der 1. Halbzeit durch Shinji Kagawa (33.) in Führung. Kurz nach Wiederanpfiff erhöhte Jakub Blaszczykowski (49.) auf 2:0. Fast schon Meister-Alltag in der BVB-Arena.

Dann folgte der Fußball-Wahnsinn im Tollhaus. Der VfB Stuttgart drehte plötzlich auf und kam durch Vedad Ibisevic (71.) und den doppelten und beherzten Julian Schieber (77. und 79.) zurück, drehte sogar innerhalb von acht Minuten die Partie. Plötzlich führte der VfB in Dortmund mit 3:2. Gerade Schieber spielte derart überragend und betrieb damit massiv Eigenwerbung, dass er nach der Saison sogar beim BVB landete (rund sechs Millionen Euro Ablöse).

Julian Schieber trumpft auf

Doch nach dem Schieber-Doppelpack war noch lange nicht Schluss. Quasi mit dem nächsten Angriff schoss Mats Hummels per Innenrist den erneuten Ausgleich (82.) Der Innenverteidiger ist der einzige Spieler, der aus den damaligen Kadern heute noch dabei ist und damit auch beim kommenden Bundesliga-Topspiel am Samstagabend (18.30 Uhr im sport.de-Live-Ticker) auflaufen wird. Die Partie bezeichnete er zum damaligen Zeitpunkt zu einem seiner Highlights der Karriere. "Genau die spannende Fights sind das, was man im Sport sehen möchte“, sagte Hummels.

Fünf Minuten später nagelte Ivan Perisic per Drop-Kick den BVB wieder in Führung. Die Schlusspointe war da aber noch nicht gesetzt. Denn in der Nachspielzeit schlenzte der eingewechselte Christian Genter im Sechzehner den Ball vorbei an Roman Weidenfeller ins lange Eck. 4:4 – selbst Klopp musste an der Seitenlinie aufgrund des wilden Spielverlaufs lachen.

Einen Sieger hätte das aberwitzige Spiel wohl ohnehin nicht verdient. Als solcher entpuppte sich der Fußball selbst und die Fans. Minutenlang feierten beide Fanlager ihre Teams und auch die Fußball-Grundidee, einfach niemals aufzugeben. Ein Rausch an Endorphinen.

Ein moderner Klassiker

Die sechs Tore in den letzten 20 Minuten machten das Spiel schnell zu einem modernen Bundesliga-Klassiker.

Mit dem Unentschieden konnten letztendlich beide Klubs leben. Der BVB holte trotz des überraschenden Punktverlustes am Ende mit 81 Punkten souverän die Meisterschaft – die bis dato letzte der Vereinsgeschichte.

 

Stuttgart beendete die Saison unter Trainer Bruno Labbadia auf Rang 6 und spielte in der Saison darauf europäisch – zum vorletzten Mal, ehe eine lange Durststrecke einsetzte, die ziemlich sicher erst 2024 beendet wird. Am Samstagabend geht es für Dortmund und Stuttgart um die Champions-League-Plätze und Rang drei.

Julian Schiebers Zeit in Dortmund verlief spärlich. In 35 Liga-Spielen erzielte er nur drei Tore. 2014 ging es weiter zu Hertha BSC. Inzwischen beweist sich der U19-Trainer der SG Sonnenhof Großaspach auch als Schlagersänger mit Malle-Hit-Potential. Überschneidung mit Hummels gibt es auch noch 2024. Schieber trat in der von Hummels mitgegründeten Baller League an. 

 

Die Aufstellungen von der Partie am 28. Spieltag in der Saison 2011/12:

Borussia Dortmund:

Weidenfeller - Piszczek, Subotic, Hummels, Schmelzer - Gündogan, Kehl, Blaszczykowski, Kagawa, Großkreutz - Lewandowski

VfB Stuttgart:

Ulreich - G. Sakai, Maza, Niedermeier, Boka - Kvist, Kuzmanovic, Harnik, Hajnal, Schieber - Ibisevic

12. Spieltag
  • Spielplan
  • Tabelle
Bor. Mönchengladbach
Bor. Mönchengladbach
M'gladbach
0
0
RB Leipzig
RB Leipzig
RB Leipzig
0
0
20:30
Fr, 28.11.
Beendet
FC Bayern München
FC Bayern München
FC Bayern
0
FC St. Pauli
FC St. Pauli
St. Pauli
1
15:30
Sa, 29.11.
1. Halbzeit
SV Werder Bremen
SV Werder Bremen
SV Werder
0
1. FC Köln
1. FC Köln
1. FC Köln
0
15:30
Sa, 29.11.
1. Halbzeit
1. FC Union Berlin
1. FC Union Berlin
Union Berlin
0
1. FC Heidenheim 1846
1. FC Heidenheim 1846
Heidenheim
0
15:30
Sa, 29.11.
1. Halbzeit
TSG Hoffenheim
TSG Hoffenheim
Hoffenheim
1
FC Augsburg
FC Augsburg
Augsburg
0
15:30
Sa, 29.11.
1. Halbzeit
Bayer Leverkusen
Bayer Leverkusen
Leverkusen
0
Borussia Dortmund
Borussia Dortmund
BVB
0
18:30
Sa, 29.11.
Hamburger SV
Hamburger SV
Hamburger SV
0
VfB Stuttgart
VfB Stuttgart
Stuttgart
0
15:30
So, 30.11.
Eintracht Frankfurt
Eintracht Frankfurt
E. Frankfurt
0
VfL Wolfsburg
VfL Wolfsburg
Wolfsburg
0
17:30
So, 30.11.
SC Freiburg
SC Freiburg
Freiburg
0
1. FSV Mainz 05
1. FSV Mainz 05
Mainz 05
0
19:30
So, 30.11.
#MannschaftMannschaftSp.SUNToreDiff.Pkt.
1FC Bayern MünchenFC Bayern MünchenFC Bayern12101141:93231
2RB LeipzigRB LeipzigRB Leipzig1282222:13926
3Bayer LeverkusenBayer LeverkusenLeverkusen1172227:151223
4TSG HoffenheimTSG HoffenheimHoffenheim1272323:17623
5Borussia DortmundBorussia DortmundBVB1164119:10922
6VfB StuttgartVfB StuttgartStuttgart1171320:15522
7Eintracht FrankfurtEintracht FrankfurtE. Frankfurt1162327:22520
81. FC Union Berlin1. FC Union BerlinUnion Berlin1244414:17-316
9SV Werder BremenSV Werder BremenSV Werder1244415:20-516
101. FC Köln1. FC Köln1. FC Köln1243520:19115
11Bor. MönchengladbachBor. MönchengladbachM'gladbach1234516:19-313
12SC FreiburgSC FreiburgFreiburg1134415:20-513
13FC AugsburgFC AugsburgAugsburg1231815:25-1010
14FC St. PauliFC St. PauliSt. Pauli1231810:21-1110
15Hamburger SVHamburger SVHamburger SV112369:17-89
16VfL WolfsburgVfL WolfsburgWolfsburg1122713:21-88
171. FSV Mainz 051. FSV Mainz 05Mainz 051113711:19-86
181. FC Heidenheim 18461. FC Heidenheim 1846Heidenheim121388:26-186
  • Champions League
  • Europa League
  • Europa Conference League Quali.
  • Relegation
  • Abstieg
  • M = Meister der Vorsaison
  • N = Aufsteiger
  • P = Pokalsieger der Vorsaison
Ergebnisse & Tabelle

Newsticker

Alle News anzeigen

Torjäger 2025/2026

#Spieler11mTore
1FC Bayern MünchenHarry Kane414
2Eintracht FrankfurtJonathan Burkardt18
3Bor. MönchengladbachHaris Tabakovic07
4FC Bayern MünchenLuis Díaz06
FC Bayern MünchenMichael Olise06
    * Wir arbeiten in diesem Beitrag mit Affiliate-Links. Wenn Sie über diese Links ein Produkt kaufen, erhalten wir vom Anbieter eine Provision. Für Sie entstehen dabei keine Mehrkosten. Wo und wann Sie ein Produkt kaufen, bleibt natürlich Ihnen überlassen.