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Vuelta-Ausbootung sorgt für Ärger

"Wir sind nur Bauern": Rad-Profi schießt gegen eigenes Team

Pavel Sivakov darf nicht an der Vuelta 2023 teilnehmen
Pavel Sivakov darf nicht an der Vuelta 2023 teilnehmen
Foto: © IMAGO/Fotoreporter Sirotti Stefano
25. August 2023, 11:24
sport.de
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Mit der Vuelta steht die letzte große Rundfahrt der Radsport-Saison 2023 unmittelbar bevor. Pavel Sivakov ging bis vor wenigen Tagen noch davon aus, dass er Teil des Teams Ineos Grenadiers sein würde. Doch kurz vor dem Start wurde er aussortiert. Seine Reaktion darauf fällt deutlich aus. 

In einem Gespräch mit der französischen Zeitung "L'Équipe" machte Sivakov seinem Ärger über seine Vuelta-Ausbootung Luft. Seine Nicht-Berücksichtigung sei "ein herber Schlag"  und "wirklich hart" gewesen, klagte der frühere russische und heute für Frankreich startende Ineos-Fahrer. 

"Ich habe in diesem Sommer eineinhalb Monate in der Höhe und drei Wochen mit der Vuelta-Mannschaft verbracht. Dann sind wir alle zusammen zur Polen-Tour gefahren. Es lief wirklich, wirklich gut. Danach bin ich direkt zurück in die Höhe, um mich auf die Vuelta vorzubereiten", schilderte Sivakov seine Bemühungen in den letzten Monaten.

Radsportler sind "nur Bauern"

Er sei in der besten Verfassung der gesamten Saison gewesen, "sogar noch besser, als vor dem Giro. Und dann ...", berichtete der 26-Jährige von dem folgenreichen Anruf aus der Team-Chefetage. 

"Sie haben mich angerufen und gesagt, dass es [sein Vuelta-Start] nicht passieren wird. Das war kompliziert. Ich war sechs Jahre bei dem Team und jeder weiß, dass ich am Ende der Saison gehen werde, aber das ist nunmal Radsport. Wir sind nur Nummern, wir sind nur Bauern. So sehe ich das", rechnete Sivakov mit seinem Team und dem Sport ab. 

Direkt nach dem Anruf sei er "niedergeschlagen" gewesen, mittlerweile habe er sich aber wieder aufrappeln können, berichtete der Ineos-Fahrer. 

"Ich will jetzt von der Arbeit profitieren, die ich im Sommer investiert habe, und versuchen, noch etwas zwischen jetzt und dem Ende der Saison zu erreichen", versicherte Sivakov, dass er für sein baldiges Ex-Team auch in den letzten Wochen noch alles geben werde. 

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