Suche Heute Live
Wintersport

"Extrem überraschendes" Trainer-Beben bei Olympiasiegerin

24.01.2023 14:25
Katharina Liensberger braucht im Ski Alpin einen neuen Trainer
© IMAGO/GEPA pictures/ Gintare Karpaviciute
Katharina Liensberger braucht im Ski Alpin einen neuen Trainer

Die Zusammenarbeit zwischen dem österreichischen Ski-Ass Katharina Liensberger und Trainer-Legende Livio Magoni ist nach nur wenigen Monaten wieder beendet.

Der 59 Jahre alte Italiener, berühmt und berüchtigt als "Felix Magath des Skisports", zog mit seinem Rückzug die Konsequenzen aus den bislang schwachen Ergebnisse seines Schützlings in der laufenden Alpin-Saison und zunehmender Kritik an seiner Arbeit.

"Es war nicht geplant, dass unser gemeinsamer Weg aufgrund von technischen, logistischen und organisatorischen Missverständnissen vorzeitig endet", sagte Magoni in einer Mitteilung des Österreichischen Ski-Verbands (ÖSV).

Er bedaure es sehr, "die Erwartungen in der Zusammenarbeit mit Katharina nicht erfüllt zu haben, ich bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen".

"Missverständnisse, Unklarheiten, Schwierigkeiten"

Österreichs Frauen-Cheftrainer Thomas Trinker erklärte: "Der Abschied kommt für mich überraschend, ist so aber zu akzeptieren. Schade, denn wir hatten noch viel vor."

"Es hat natürlich Missverständnisse, Unklarheiten, Schwierigkeiten in der Kommunikation gegeben. Aber Fakt war eigentlich, dass die gemeinsamen Ziele doch vorhanden waren", kommentierte Liensberger gegenüber "Ö3" das Magoni-Aus. "Es tut mir sehr leid, dass wir die nicht gemeinsam verfolgen können. Es war auch für mich extrem überraschend und unerwartet."

Magoni hatte erst seit April mit Liensberger zusammengearbeitet. Zuvor hatte er unter anderem Tina Maze und Petra Vlhová gecoacht und beide zu großen Erfolgen geführt. Auch US-Superstar Mikaela Shiffrin wollte ihn angeblich einst als Trainer verpflichten.

Ski Alpin: "Neue Herausforderung" für Katharina Liensberger

Liensberger wird nun wieder voll mit der ÖSV-Mannschaft unter Gruppencoach Georg Harzl trainieren. "Ich nehme die neue Herausforderung des Trainerwechsels an", erklärte die 25-Jährige, die 2022 bei den Olympischen Winterspielen in Peking die Goldmedaille im Mannschaftswettbewerb gewonnen hatte.

"Sie war immer nahe an den Kolleginnen, aber jetzt ein bisschen näher", sagte Trinker. Liensberger müsse nun "wieder mehr Eigenverantwortung übernehmen und ich finde, dass das ganz gut ist".

In bislang 13 Saisonrennen war die ÖSV-Hoffnung noch kein einziges Mal aufs Podest gefahren. Zuletzt reichte es in zehn Weltcup-Auftritte gar nur einmal für die Top 10.